Konstanz
Autor: Karl Heinz Burmeister | Stand: 31.12.2011
Am Bodensee gelegene Stadt im deutschen Bundesland Baden-Württemberg, 85 524 Einwohner (2011). 300 n.Chr. spätrömisches Kastell, seit 590 Bischofssitz (bis 1821), 1237 erstmals Reichsstadt genannt, seit 1548 österreichische Landstadt, 1806 badisch, seit 1966 Universitätsstadt.
Die in Liechtenstein herrschenden Dynastenfamilien stellten in Konstanz Bischöfe (z.B. 979–995 Gebhard II. von Bregenz, 1318/19 Heinrich von Werdenberg-Heiligenberg, 1322–1334 Rudolf von Montfort-Feldkirch), Generalvikare (z.B. 1315–1318 Heinrich von Werdenberg-Heiligenberg), Dompröpste (z.B. 1604–1619 Märk Sittich IV. von Hohenems) sowie Domherren oder Chorherren der Konstanzer Stifte. 1414–1418 fand in Konstanz ein Konzil statt. Georg Vaistli wirkte 1446–1491 als Notar am Konstanzer Hof. 1460 bestellte Kaiser Friedrich III. in einem Nutzungsstreit zwischen Buchs und Schaan-Vaduz Bürgermeister und Rat von Konstanz zu Richtern. Diese sollten laut einem Vertrag von 1485 auch über allfällige Differenzen zwischen Erzherzog Sigmund von Österreich und den Freiherren von Brandis entscheiden. Von den Bischöfen waren für Liechtenstein besonders Marquard Rudolf von Rodt und als Vermittler im Novalzehntstreit Johann Franz Schenk von Stauffenberg von Bedeutung. 1701 erhielt Christian Büchel von Ruggell von einem Metzgermeister in Konstanz einen Lehrbrief. Um 1800 lieferte Johann Rheinberger (1763–1815) vertragsmässig Holz nach Konstanz.
Archive
- Liechtensteinisches Landesarchiv, Vaduz (LI LA).
Literatur
- Geschichte der Stadt Konstanz, 6 Bände, Konstanz 1989–1996.
- Placid Bütler: Die Freiherren von Brandis, in: Jahrbuch für Schweizer Geschichte, Bd. 36 (1911), S. 1–151, hier S. 113.
Zitierweise
Karl Heinz Burmeister, «Konstanz», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Konstanz, abgerufen am 11.2.2026.