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Lachen, Ulrich von der

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Autor: Karl Heinz Burmeister | Stand: 31.12.2011

Amtmann. † an einem 16. Februar um 1400. Stammt aus einer ursprünglich in Ludesch (Vorarlberg) beheimateten Familie, vermutlich Sohn des 1349 als Bürger von Feldkirch erwähnten Hermann von der Lachen und dessen Ehefrau Agnes.  Adelheit. Lachen gilt als die führende Persönlichkeit in der Grafschaft Vaduz zur Zeit der Minderjährigkeit der Söhne des 1354 verstorbenen Grafen Hartmann I. (III.) von Werdenberg-Sargans-Vaduz. Er ist 1354, 1355 und 1360 als «Amman» beziehungsweise «Ambtman» zu Vaduz und 1366 als «Ammann» zu Blumenegg erwähnt. 1354, 1355, 1358 und 1360 erwarb er für sich selbst, teilweise auch für seine Vaduzer Herren mehrere Leibeigene. 1355 schlichtete er einen Streit zwischen Schaanern und Walsern um Rechte im Berggebiet (erste urkundliche Erwähnung der Walser im Raum Liechtenstein). 1363 sass Lachen in Vaduz zu Gericht. Er stiftete um 1375 mit seiner Frau eine Jahrzeit für St. Johann in Feldkirch und um 1383 für St. Nikolaus in Feldkirch.

Quellen

LUB 1/3, 50–52, 150f., 158, 205f., 323 (Siegel), 469–471; LUB 1/4, 55–66; LUB 1/5, 101f.

Literatur

J. Zösmair: Jahrzeitbuch des Johanniterhauses zu Feldkirch, in: JbVLM 1891, 74–115, bes. 79; Kaiser/Brunhart: Geschichte 1, 1989, 194; Frommelt: Gerichtsgemeinden, 2000, 16–18, 38.

Zitierweise

Karl Heinz Burmeister, «Lachen, Ulrich von der», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Lachen,_Ulrich_von_der, abgerufen am 15.2.2019.