
Laubnutzung
Autor: Patrick Sele | Stand: 31.12.2011
Das in den Wäldern entstehende Laub erfüllte in der bäuerlichen Lebenswelt wichtige Funktionen. Als Streue diente es dazu, in den Viehställen den Dung zu binden. In den Übereinkünften zu Wunn und Weid bezieht sich der Begriff «Wunn» vermutlich auf das Sammeln (Schneitelung) von Laub als Viehfutter. Mit Laub gefüllte Säcke schliesslich dienten als Schlafunterlagen in den Betten. Die liechtensteinische Waldordnung von 1865 verbot das «Stalllauben» in denjenigen Gemeinden, die über genügend für die Streuegewinnung geeignete Ried- und Streueböden verfügten; das «Bettlauben» blieb allgemein erlaubt.
Literatur
- Emanuel Vogt: Mier z Balzers. Wie es früher bei uns war, Bd. 2: Lebensweg, Vaduz 1996, S. 64f.
- Alois Ospelt: Wirtschaftsgeschichte des Fürstentums Liechtenstein im 19. Jahrhundert. Von den napoleonischen Kriegen bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges, in: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Bd. 72 (1972), S. 223.
Zitierweise
<<Autor>>, «Laubnutzung», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: <<URL>>, abgerufen am 8.2.2025.