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Lida

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Autor: Donat Büchel | Stand: 31.12.2011

Alp südlich ob der Mälsner Allmein auf dem Fläscherberg. Lida gehört politisch zur Gemeinde Fläsch (GR), befindet sich aber im Eigentum der Bürgergenossenschaft Balzers (bis 2006: Gemeinde Balzers). Fläche (mit Matheid) 31 ha, 875–1104 (Lidaspitz) m ü.M. Name wahrscheinlich von Flida (steiles, meist als Heuberg oder Weideland genutztes Land, auf dem Gestrüpp und Bäume stehen).

Vom 14. bis ins 19. Jahrhundert sind Streitigkeiten zwischen Balzers und Fläsch um Nutzungsrechte und Grenzen auf dem Fläscherberg belegt. Eine von Peter Kaiser in der «Geschichte des Fürstenthums Liechtenstein» (1847) erwähnte, bis in die Zeit der Reformation auf Lida bestehende und zu Balzers gehörende Siedlung konnte nicht nachgewiesen werden. Speziell bis zum Abschluss des Zollvertrags mit der Schweiz 1923, aber auch infolge des Ausbaus der Festung Sargans ab den 1930er Jahren und im Zweiten Weltkrieg gab es bezüglich der Bewirtschaftung Lidas wiederholt Probleme mit der Schweiz. Über Lida führten bis 1923 zudem Schmuggelwege. 1914/15 wurde auf Lida die erste Hütte (später abgebrannt) und 1957 ein Stall gebaut. 1932 wurde die als Galtalp genutzte Lida mit 92 Rindern, 14 Kälbern und einer Kuh bestossen. Gemäss Beschluss der Balzner Bürgerversammlung (1952) wurden Lida sowie die beiden Allmenden ab 1959 gemeinsam bewirtschaftet und dort Kühe gesömmert. Die Verarbeitung der Milch erfolgte in den Dorfsennereien. Seit 1997 ist die Bestossung Lidas (inkl. Allmenden) auf 75 Grossvieheinheiten festgelegt. Seit 2005 wird auf Lida nur noch Galtvieh aufgetrieben.

Literatur

E. Vogt: Die Balzner Alpen, 1993; FLNB I/1.

Externe Links

Geodatenportal, Amt für Bau und Infrastruktur, Liechtensteinische Landesverwaltung Liechtensteiner Namenbuch online

Zitierweise

Donat Büchel, «Lida», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Lida, abgerufen am 21.4.2019.