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Liechtenstein, Franziska von

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Autorin: Evelin Oberhammer | Stand: 31.12.2011

Landesfürstin. *8.8.1813 Wien, †5.2.1881 Wien, // Wranau. Tochter des Grafen Franz Josef Kinsky von Wchinitz und Tettau und der Theresia, geb. Gräfin Wrbna von Freudenthal, vier Geschwister.  8.8.1831 Alois Josef, neun Töchter und zwei Söhne, Johann II. und Franz I. Die tief religiöse Franziska war Mitglied des Sternkreuzordens, Gönnerin des Klerus und kirchlicher Institutionen. So gründete und unterstützte sie ein Kloster der Barmherzigen Schwestern in Feldsberg (1852–78). Zusammen mit dem Priester Jakob Josef Jauch initiierte sie den 1854–56 durchgeführten Bau des als Knabenerziehungsanstalt geplanten Instituts Gutenberg, Balzers, den sie finanziell förderte. Nach dem Tod ihres Gemahls 1858 übernahm Franziska die Vormundschaft über ihre unmündigen Kinder. Vom 10.2.1859 bis am 2.11.1860 führte sie die Regierungsgeschäfte, damit ihr Sohn Johann II. seine Ausbildung abschliessen konnte. Die in Liechtenstein geforderte Verfassungsrevision blieb in dieser Zeit weiterhin aus, mit der Ablösung der Grund- und Erblehenzinse (1859) und des Alprechts (1860) kam es aber doch zu wichtigen Reformen. 1875 liess Johann II. für seine Mutter den Alserbachpalais in Wien als Alterssitz errichten.

Literatur

H. Bohatta: Liechtensteinische Bibliographie, in: JBL 10 (1910), 33–161, bes. 71; Geiger: Geschichte, 1970, 242–249; P. Vogt: Das Institut Gutenberg (1854–1935), in: Haus Gutenberg, Hg. L. Zink et al., 1985, 37–46.

Abbildungen

Sammlungen des Regierenden Fürsten von Liechtenstein.

Zitierweise

Evelin Oberhammer, «Liechtenstein, Franziska von», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Liechtenstein,_Franziska_von, abgerufen am 15.2.2019.