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Liechtensteiner Vaterland

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Autor: Wilfried Marxer | Stand: 31.12.2011

Zeitung. Das Liechtensteiner Vaterland entstand am 1.1.1936 durch eine Fusion der «Liechtensteiner Nachrichten» mit dem «Liechtensteiner Heimatdienst». Gleichzeitig schlossen sich im Hinblick auf die bevorstehenden Landtagswahlen auch die mit diesen Blättern verbundenen Parteien, die Christlich-soziale Volkspartei und der Liechtensteiner Heimatdienst, zur Vaterländischen Union (VU) zusammen. Das Liechtensteiner Vaterland war das Sprachrohr der VU – eine Verbindung, die bis in die Gegenwart anhält. Anfangs dominierte im Liechtensteiner Vaterland die Linie des ehemaligen Liechtensteinischen Heimatdienstes.

Das Liechtensteiner Vaterland erschien anfänglich zweimal pro Woche, ab Jahresbeginn 1963 dreimal, ab 8.1.1976 fünfmal und seit Januar 1985 sechsmal. Es dient wie das «Liechtensteiner Volksblatt» als amtliches Publikationsorgan, wodurch ihm bedeutende staatliche Mittel zufliessen. Weitere Einnahmen stammen aus dem Inseratenverkauf sowie den Abonnementsgebühren. Hinzu kommen seit dem Jahr 2000 Beiträge aus der staatlichen Medienförderung (2001: 240 000 Fr.). Das Liechtensteiner Vaterland erscheint seit 1998 im Verbund mit der «Südostschweiz».

Der Druck erfolgte anfangs bei Kuhn’s Erben in Buchs, ab Januar 1963 bei der Sarganserländer Buchdruckerei AG in Mels, ab September 1981 bei der PD Partnerdruck AG in Buchs, einer Gemeinschaftsdruckerei des Liechtensteiner Vaterlands und des «Werdenberger & Obertoggenburgers». 1993 wurde ein neues Druckzentrum in Haag gebaut, dem sich 2001 zusätzlich der «Sarganserländer» anschloss. 2003 wurde die Trägerschaft dieses Druckzentrums mit der rva Druck und Medien AG Altstätten und der Südostschweiz Print AG Chur auf eine gleichberechtigte Fünferpartnerschaft ausgeweitet. Die neue AG erhielt den Namen Südostschweiz Partner AG (SOPAG). 2005 wurde das neue Druckzentrum am gleichen Standort eröffnet. Neben dem Liechtensteiner Vaterland und der «Liewo» werden heute sechs weitere Tageszeitungen und eine Reihe von Wochen- und Monatszeitschriften gedruckt.

Herausgeber war bis 2003 der 1945 erstmals im Impressum erwähnte «Presseverein Liechtensteiner Vaterland », seither die aus diesem entstandene «Vaduzer Medienhaus AG». Seine Reichweite betrug in Liechtenstein im Jahr 2000 über 80 %, womit es Marktleader war. In den 1990er Jahren begann das Liechtensteiner Vaterland eine Strategie der Diversifikation. Davon zeugen das finanzielle Engagement beim Ostschweizer Radiosender «Radio Ri» (1998 nach der Fusion mit dem St. Galler Sender «Radio aktuell», seit 2008 «Radio FM1»), die Übernahme der «Liechtensteiner Woche» 1999 und die Herausgabe des «Wirtschaft regional» seit 2001 und des «KuL» seit 2005.

Literatur

LVa., 3.1.1986; Marxer: Medien, 2004, 25–29, 90–100.

Zitierweise

Wilfried Marxer, «Liechtensteiner Vaterland», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Liechtensteiner_Vaterland, abgerufen am 19.2.2019.

Medien

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