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Liechtensteinische Akademische Gesellschaft (LAG)

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Autor: Reto Öhri | Stand: 31.12.2011

Am 3.1.1951 durch engagierte Studenten und Akademiker gegründete Verein mit dem Zweck, durch das Studium kultureller, staatspolitischer, sozialer, philosophischer und religiöser Fragen Einfluss auf das kulturelle Leben in Liechtenstein zu nehmen. Den Initianten Gerard Batliner, Georg Malin, Rudolf Wenaweser und Felix Marxer lag an echter Freundschaft und der «Durchbildung» der Mitglieder zu «verantwortungsbewussten Staatsbürgern mit katholischer Lebenshaltung» (Statuten 1951). Nach den revidierten Statuten von 2001 bezweckt die LAG neben der Freundschaftspflege allgemein den Einsatz für liechtensteinische Belange. Sitz in Vaduz; 2005: 84 Mitglieder.

Die LAG organisierte anfangs vor allem Vortrags- und Diskussionsabende und veröffentlichte Leserbriefe in den Landeszeitungen; die 1963 für eine neue Berichts- und Diskussionskultur geplante Zeitschrift «Der Punkt» wurde nicht realisiert. 1972 gründete sie den «Verlag der LAG», der die Schriftenreihen «Liechtenstein – Politische Schriften» (LPS; bis 2010 47 Bände mit vor allem rechts-, geistes- und politikwissenschaftlichen Beiträgen) und «Kleine Schriften» (bis 2010 48 Hefte mit Kurzbeiträgen und Vortragstexten) sowie Einzelpublikationen zu Liechtenstein-Themen herausgibt. 1986 gründete die LAG zusammen mit dem Historischen Verein für das Fürstentum Liechtenstein das Liechtenstein-Institut in Bendern. Sie organisiert Vorträge und gesellige Anlässe und setzt sich für Wissenschaftsfreiheit und -förderung ein.

Literatur

M.-T. Frick et al.: 50 Jahre LAG, 2001; H. Öhri: LAG 1951–2001, 2001.

Zitierweise

Reto Öhri, «Liechtensteinische Akademische Gesellschaft (LAG)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Liechtensteinische_Akademische_Gesellschaft_(LAG), abgerufen am 19.2.2019.