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Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz (LGU)

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Autorin: Regula Imhof | Stand: 31.12.2011

Am 8.2.1973 gegründete Verein mit dem Zweck, das Verständnis für die natürlichen Lebensgrundlagen von Mensch, Tier und Pflanzen zu fördern, sie zu schützen und einer zukunftsfähigen Nutzung zuzuführen; Sitz in Vaduz. Gehört zu den grössten liechtensteinischen Vereinen (1973: 561 Mitglieder, 2009: 690). Finanzierung durch Mitgliederbeiträge, Spenden und staatlichen Zuschüsse. Die Geschäftsstelle der LGU führt seit 1991 auch die Geschäfte der CIPRA Liechtenstein.

Gründung 1973 im Zusammenhang mit dem Kampf gegen die Projekte einer Öl-Destillerie und -Raffinerie in Sennwald und eines Atomkraftwerks in Rüthi im benachbarten St. Galler Rheintal. Seither auf umfassenden Natur- und Umweltschutz zielende Ausweitung der Betätigung: Engagement für die Unterschutzstellung des Ruggeller Rietes (1974–78), gegen die Rheinkraftwerke (1981–92) sowie allgemein in den Bereichen Energie, Verkehr, Landschaftsschutz, Raumplanung, Umwelterziehung. Nimmt als unabhängige Nichtregierungsorganisation durch den Einsitz in der Naturschutzkommission der Regierung, das auf ihren Druck 1996 erlangte Verbandsklagerecht und die Beteiligung an Vernehmlassungen Einfluss auf Exekutive und Legislative, realisiert in konkreten Projekten Modelle nachhaltigen Handelns (z.B. Impulsprogramm Regionalentwicklung) und trägt durch Öffentlichkeitsarbeit zur politischen Meinungsbildung bei: Grünbuch 1987, bis 2001 jährlicher Umweltbericht, Vereinszeitung «LGU-Nachrichten», Stellungnahmen zu aktuellen Problemen.

Literatur

Jahresberichte 1974–; 20 Jahre LGU, 1993; Waschkuhn: Politisches System, 1994, 295f.

Zitierweise

Regula Imhof, «Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz (LGU)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Liechtensteinische_Gesellschaft_für_Umweltschutz_(LGU), abgerufen am 18.2.2019.