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Liechtensteinische Musikschule

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Autor: Josef Frommelt | Stand: 31.12.2011

Die von einer privaten Gruppe initiierte, am 22.4.1963 eröffnete Liechtensteinische Musikschule ist seit 1973 eine Stiftung öffentlichen Rechts. Die angebotenen Fächer umfassen unter anderem sämtliche Instrumente des klassischen Orchesters, der Blasmusik und der Populärmusik, Gesang, Klavier, Orgel, Musiktheorie, Gehörbildung und Solfège. Die Liechtensteinische Musikschule unterhält je ein Anfänger-, Mittelstufen- und Jugendsinfonieorchester, einen Jugend- und einen Erwachsenenchor, Volksmusik-, Jazz-, Pop- und Rockgruppen. Seit 1969 führt sie jährlich den Landesmusikwettbewerb «Musizieren in Liechtenstein» durch. Benefizkonzerte der Musiklehrer unterhalten eine Stipendienstiftung für Kinder sozial benachteiligter Familien. Finanzierung gemäss dem neuen Musikschulgesetz von 1992 durch den Staat (50 %), die Gemeinden und Schulgelder (je 25 %). Seit 1971 finden an der Liechtensteinischen Musikschule internationale Meisterkurse statt. 1974 wurde sie Mitglied der Europäischen Musikschulunion EMU, 1975 assoziiertes Mitglied des Verbands der Musikschulen Schweiz. Die Liechtensteinische Musikschule hat ihren Hauptsitz seit 1968 im Rheinbergerhaus in Vaduz und verfügt seit 2000 beziehungsweise 2004 über je ein Schulgebäude in Eschen beziehungsweise Triesen.

Literatur

Martin: Bildungswesen, 1984, 252–257; 30 Jahre Liechtensteinische Musikschule, 1993; R. Kellenberger: Kultur und Identität im kleinen Staat, 1996, 255–260.

Zitierweise

Josef Frommelt, «Liechtensteinische Musikschule», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Liechtensteinische_Musikschule, abgerufen am 20.2.2019.