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Marxer, Felix

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Autor: Fabian Frommelt | Stand: 31.12.2011

Museumsleiter. *28.5.1922 Nendeln, †29.11.1997 Zürich (Spital), von Eschen. Sohn des Wagners Albert und der Mathilde, geb. Hassler, neun Geschwister.  25.4.1949 Melitta Kaiser (*8.9.1923), drei Töchter, darunter Regina Marxer. Volksschule Nendeln, Realschule Vaduz, Collegium Marianum Vaduz (Matura), Universität Freiburg i. Üe., 1946 Sekundarlehrerdiplom sprachlich-historische Richtung. 1946–47 Lehrer an der Klosterschule Disentis (GR) und 1947–72 an der Realschule in seinem Wohnort Vaduz.

Marxer war 1955–86 Vorstandsmitglied und 1966–86 Vorsitzender des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein (HVFL). Mit dem Vereinsvorsitz übernahm er 1966 nebenamtlich die Leitung des Liechtensteinischen Landesmuseums, die er 1973–87 im Hauptamt innehatte. Unter ihm erfolgte 1972 die Reorganisation des Museums als öffentlich-rechtliche Stiftung und die Neueröffnung im heutigen Landesmuseumsgebäude (→ Herrschaftliche Taverne). Als Vorsitzender des HVFL redigierte Marxer dessen Jahrbuch, war Mitglied der Landesdenkmalschutzkommission, organisierte und überwachte zahlreiche archäologische Grabungen und schuf die organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen für mannigfache landeskundliche Projekte wie das Liechtensteiner Namenbuch (1981). Selbst verfasste Marxer Kurzberichte zu archäologischen Funden, Texte für Ausstellungskataloge, zur Foto- und Filmdokumentation des alten Handwerks sowie diverse Zeitungsbeiträge zu Geschichte, Brauchtum und kirchlichem Leben. Marxer beschäftigte sich mit Volkskunde und Mundart, unter anderem durch seine Mitarbeit in dem 1988 von ihm mitbegründeten Senioren-Presseteam. Er sammelte Sprüche und Redensarten und verfasste selbst Mundartgedichte und -erzählungen.

Ausserdem war Marxer 1951 Mitbegründer der Liechtensteinischen Akademischen Gesellschaft und 1963 Initiant der Liechtensteinischen Musikschule. 1963–66 fungierte er als nebenamtlicher Musikschulleiter und 1966–73 als Präsident des Musikschulrats. 1981 Komturkreuz mit Stern des fürstl. liecht. Verdienstordens, 1986 Ehrenmitglied HVFL, 1987 Fürstlicher Studienrat.

Werkauswahl

Geschichten in Mundart (CD), 1996; Am Rhii, Hg. zusammen mit R. Banzer et al., 1996.

Literatur

A. Ospelt: Felix Marxer, in: JBL 100 (2001), 194–202 (mit Werkverzeichnis).

Zitierweise

Fabian Frommelt, «Marxer, Felix», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Marxer,_Felix, abgerufen am 19.2.2019.

Normdaten

GND: 174109393