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Marxer, Franz Xaver Anton

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Autor: Jürgen Schindler | Stand: 31.12.2011

Weihbischof. *20.5.1704 Tisis-Heilig Kreuz (Feldkirch, Vorarlberg), †25.5.1775 Ebersdorf (A), katholisch. Sohn des Sattlers Ulrich, von Ruggell, und der Maria Katharina, geb. Schmid, drei Stiefgeschwister. Jesuitengymnasium in Feldkirch, Studium der Theologie und Philosophie in Wien, Dr. phil., 1732 Dr. theol., am 22.5.1728 Priesterweihe in Wien und Ernennung zum Rat des Bischofs von Chur. Ab 1730 Kurat am kaiserlichen Hofspital, Professor für Theologie an der Universität Wien, 1738 Dekan der theologischen Fakultät der Universität Wien und Domherr im Metropolitankapitel von St. Stephan, Wien. Verwalter der kaiserlichen Armenkasse, ab 1739 Mitglied der Armenkommission, 1742 Gründung des ersten Wiener Waisenhauses am Rennweg und dessen erster Direktor. 1743 Dom-Scholastikus, 1745 kaiserlicher Rat. 1745–52 und ab 1757 Pfarrer von Kaiserebersdorf, 1752–57 Pfarrer von Hütteldorf. Am 6.5.1748 Bischofsweihe, 1749 Ernennung zum Weihbischof und Generalvikar von Wien. 1752 Dompropst, Dechant von Kirnberg und Kanzler der Universität Wien. 1754 Erwerb der Herrschaft Reidling-Gutenbrunn, die Marxer 1765 dem Hochstift Passau schenkte. 1755–58 Bau einer Wallfahrtskirche in Gutenbrunn-Heiligenkreuz. Sein Vermögen vermachte Marxer hauptsächlich den Armen und Waisen, Seminarien und seinen Pfarreien.


Literatur

J.B. Büchel: Bischof Franz Anton Marxer, in: JBL 28 (1928), 137–146; LVa., 29.4.1987; Gatz: Bischöfe 1648–1803 (mit Werkverzeichnis).

Zitierweise

Jürgen Schindler, «Marxer, Franz Xaver Anton», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Marxer,_Franz_Xaver_Anton, abgerufen am 21.2.2019.

Normdaten

GND:129242802