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Marxer, Josef (1877–1958)

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Autor: Donat Büchel | Stand: 31.12.2011

Landtagsabgeordneter und Gemeindevorsteher. *1.2.1877 Eschen, †28.1.1958 Eschen, von Eschen. Sohn des Januar und der Elisabeth, geb. Meier, sechs Geschwister.  18.5.1908 Martina Kranz (*20.4.1883, †7.4.1956), sechs Kinder. Landwirt und Sticker. 1918–33 Gemeindevorsteher von Eschen (FBP, ab Mitte der 1920er Jahre VP). Um Arbeitsplätze zu schaffen, wurden in seiner Amtszeit mithilfe von Darlehen von Fürst und Gemeinde 1926–27 die Eschenwerke (Jutespinnerei und -weberei) geplant und gebaut; sie gingen bereits 1928 verbunden mit grossen Verlusten für Gemeinde und Land bankrott. Marxer trieb den Strassenbau in Eschen voran und leitete die Aufräumarbeiten nach dem Rheineinbruch 1927. 1932 Umbau des Schulhauses. 1922 bis Januar 1926 Landtagsabgeordneter (FBP, später VP), 1924–25 Landtagsvizepräsident, zeitweilig Schriftführer und Mitglied der Finanz- und der Geschäftsprüfungskommission sowie des Landesausschusses. Bei den Landtagswahlen vom Januar und April 1926 kandidierte Marxer für die VP. 1939–58 Richter am Staatsgerichtshof. Gründungsmitglied der Musikkapelle Eschen (1900), vor 1918 mehrere Jahre deren Dirigent, Ehrenmitglied. 1911–34 Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Eschen.

Literatur

Vogt: Landtag, 21988; Geiger: Krisenzeit 1, 22000, 77.

Nachrufe

LVbl., 30.1.1958; LVa., 1.2.1958.

Zitierweise

Donat Büchel, «Marxer, Josef (1877–1958)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Marxer,_Josef_(1877–1958), abgerufen am 19.2.2019.