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Marxer, Josef (Franz Josef)

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Autor: Donat Büchel | Stand: 31.12.2011

Landtagsabgeordneter und Gemeindevorsteher. *29.8.1871 Eschen, †7.12.1958, Eschen, von Eschen. Sohn des Franz Josef und der Magdalena, geb. Schafhauser, vier Brüder.  Kreszenzia Marxer (*22.10.1866, †14.11.1928), eine Tochter. Landesschule Vaduz. Landwirt. 1906–12 Gemeindekassier, 1912–18 Gemeindevorsteher von Eschen. 1918 lehnte Marxer die Annahme der Wahl ab. In seiner Amtszeit unter anderem Erstellung eines neuen Friedhofs. 1916–56 Vermittler, 1921–24 Gemeinderat, 1924–27 Vizevorsteher. 1906–22 und Januar 1926–39 Landtagsabgeordneter (ab 1918 FBP); 1930–32, 1933–34 und 1935–36 Landtagsvizepräsident, zeitweilig Mitglied der Finanzkommission und des Landesausschusses sowie Schriftführer. Ab 1914 Mitglied der Landesnotstandskommission. Marxer engagierte sich für den Binnenkanalbau, in dem er eine wichtige Arbeitsbeschaffungsquelle und das dringend benötigte Mittel für die Entsumpfung der Talebene sah. 1912–19 Richter am Landgericht und 1914–22 Mitglied der Sparkassakommission. Am 12.11.1918 wurde Marxer in den provisorischen Vollzugsausschuss gewählt, der bis am 7.12.1918 die Regierungsgeschäfte führte (→ Novemberputsch 1918). 1918–22 Regierungsrat. Gründungsmitglied der FBP (1918). Nach dem Rheineinbruch von 1927 Mitglied der Landeshilfekommission. Mitglied mehrerer landwirtschaftlicher Organisationen.

Literatur

Vogt: Landtag, 21988; R. Quaderer: Der 7. November 1918, in: JBL 93 (1995), 187–216, bes. 196–198; G. Meier: Cantate Domino, 1996, 446f.

Nachrufe

LVbl., 10.12.1958, LVa., 10.12.1958.

Zitierweise

Donat Büchel, «Marxer, Josef (Franz Josef)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Marxer,_Josef_(Franz_Josef), abgerufen am 21.2.2019.