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Montfort, Hugo I. von

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Autor: Karl Heinz Burmeister | Stand: 31.12.2011

Gründer der Dynastie von Montfort. Erwähnt ab 1188, † um 1228. Sohn des Pfalzgrafen Hugo von Tübingen.  1) Mechtild (von Schnabelburg?), 2) Mechtild von Wangen. Vater Hugos II. von Montfort. Hugo I. verlegte das Herrschaftszentrum von Bregenz in die von ihm gegründete Stadt Feldkirch, wo er vor 1200 ein reich ausgestattetes Kloster errichtete (Besitzungen auch im Gebiet des späteren Fürstentums Liechtenstein), das er 1218 dem Johanniterorden stiftete (→ Johanniterkommende). Um 1200 errichtete er die Burg Montfort, nach der er seinen Namen führte. Als eifriger Verfechter der Kreuzzugsidee baute er den Passverkehr über die Alpen aus (Hospiz auf dem Arlbergweg, Zoll bei Klösterle). Er starb im Heiligen Land; sein Grabdenkmal ist in der Nikolauskirche in Feldkirch erhalten.

Literatur

A. Niederstätter: Neue Forschungen zu Graf Hugo I. von Montfort sowie zur Gründung der Stadt Bregenz, in: Montfort 46 (1994), 271–281.

Zitierweise

Karl Heinz Burmeister, «Montfort, Hugo I. von», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Montfort,_Hugo_I._von, abgerufen am 22.4.2019.

Normdaten

GND: 137431309