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Montfort (-Feldkirch), Ulrich II. von

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Autor: Karl Heinz Burmeister | Stand: 31.12.2011

*1266, †17.2.1350. Sohn Rudolfs II. und der Agnes Gräfin von Grieningen. 1282 als Zeuge erwähnt, 1303 Immatrikulation an der Universität Bologna, ab 1310 Domherr in Chur. 1315 resignierte er die Pfarrei Cannstatt und übernahm 1319, bald wieder Laie, die Regierung in Feldkirch (bis 1334 mit seinem Bruder Rudolf III.). 1333 verhinderte er den Ausbau von Ems zur Stadt. 1338 erhielt Ulrich II. die Burg Vaduz als Leibgedinge, die aber 1342 an Graf Hartmann III. (I.) von Werdenberg-Sargans-Vaduz fiel. Ulrich II. förderte die Bürger- und Walserfreiheiten. 1337 schloss er den ewigen Bund mit Österreich. 1343 zwangen ihn seine Neffen zum Verzicht auf die Grafschaft Feldkirch, worauf er alle Rechte an Kaiser Ludwig abtrat, der 1345 Feldkirch belagerte; 1346 verzichtete Ulrich II. zugunsten seiner Neffen.

Literatur

R. Sablonier: Graf Hartmann sol ze tail werden Vadutz, in: JBL 92 (1994), 1–36, bes. 20f.; K.H. Burmeister: Graf Ulrich II. von Montfort (1266–1350), in: K.H. Burmeister: Die Grafen von Montfort, Hg. A. Niederstätter, 1996, 177–188.

Zitierweise

Karl Heinz Burmeister, «Montfort (-Feldkirch), Ulrich II. von», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Montfort_(-Feldkirch),_Ulrich_II._von, abgerufen am 23.2.2019.