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Näscher (Nescher)

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Autor: Jürgen Schindler | Stand: 31.12.2011

Geschlecht aus Eschen, Gamprin, Mauren und Ruggell. 1990 trugen in Liechtenstein 152 Personen den Namen Näscher. Erstmals erwähnt 1482. Stammgemeinde der Näscher in Liechtenstein ist Gamprin.

a) Gamprin, Eschen, Mauren: Für das weitverzweigte Gampriner Geschlecht kann ab dem letzten Viertel des 17. Jahrhunderts eine zusammenhängende Genealogie erstellt werden, die auf den Landammann Georg und seine Ehefrau Maria Öhri zurückgeht. Georgs Bruder Ferdinand war ebenfalls Landammann der Herrschaft Schellenberg, ebenso sein Enkel Franz Josef. Aus verschiedenen Linien des Geschlechts gehen die sechs Gampriner Gemeindevorsteher Johann Georg (1805–1883), Johann Georg (1835–1881), Johann Georg (1848–1930) und dessen Bruder Sebastian, Wilhelm und Martin sowie der Priester Franz hervor. Im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts zweigten aus dem Gampriner Stamm drei Linien nach Eschen ab, wo das Geschlecht heute noch blüht. Mehrere Vertreter der dritten Linie liessen sich in Mauren nieder und erwarben 1814, 1853 und 1858 das Gemeindebürgerrecht.

b) Ruggell: Das Geschlecht wanderte im dritten Viertel des 18. Jahrhunderts aus Gamprin zu (ein Stamm). Der Redaktor und Verleger Hans Nescher wählte die historische Schreibweise des Namens (Nescher), die auch seine Nachfahren verwenden.

Literatur

Tschugmell: Maurer Geschlechter, 1931, 91f.; Stammtafeln Ruggell, 1990; Stammtafeln Gamprin, 1995; Eschner Familienbuch 2, 1997; Familienstammbuch Mauren 2, 2004; FLNB II/4, 109–111.

Zitierweise

Jürgen Schindler, «Näscher (Nescher)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Näscher_(Nescher), abgerufen am 21.2.2019.