
Nachbarschaften
Autor: Bernd Marquardt | Stand: 31.12.2011
Seit dem hochmittelalterlichen Landesausbau bildeten sich bäuerliche Genossenschaften zur gemeinsamen Nutzung von Allmenden, die Nachbarschaften. Diese bestanden aus einem Dorf oder mehreren dörflichen Siedlungszellen, etwa aus der Trias Vaduz, Schaan und Planken. Die Primärfunktion der Nachbarschaften lag in der agrarischen Umweltnutzung, doch nahmen sie auch politische Kompetenzen wahr, sodass sie Dorfgemeinden verkörperten. 1808 übernahmen sie Funktionen der erlöschenden Gerichtsgemeinden und wurden so zu politischen Gemeinden.
Literatur
- Alois Ospelt: Wirtschaftsgeschichte des Fürstentums Liechtenstein im 19. Jahrhundert. Von den napoleonischen Kriegen bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges, in: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Bd. 72 (1972), S. 107–112.
Zitierweise
<<Autor>>, «Nachbarschaften», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: <<URL>>, abgerufen am 6.2.2025.