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Nutt, Edwin

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Autor: Josef Hürlimann | Stand: 31.12.2011

Mundartdichter. *7.2.1922 Vaduz, †7.2.1991 Vaduz, von Balzers, Sohn des Reinhart und der Maria, geb. Knerr.  1) Alma Hasler (*28.11.1920, †20.2.1963), 2) Rosmarie Castello. Realschule in Vaduz, kaufmännische Lehre. Nutt leitete im Zweiten Weltkrieg die Kriegswirtschaft-Gemeindestelle Vaduz, war ab 1948 Redaktor und 1956–63 Chefredaktor des «Liechtensteiner Volksblatts». Danach betätigte er sich im Immobilien- und Treuhandwesen. Nutt engagierte sich politisch in der Fortschrittlichen Bürgerpartei (FBP), war Regierungsrat-Stellvertreter und mehrmals Landesparteisekretär, 1985 FBP-Ehrenmitglied. Er engagierte sich für die Einführung der AHV (1953/54) und der staatlichen Eigenheimförderung (1958); 1962–70 Vizepräsident und 1970–74 Präsident der AHV/IV/FAK.

In diversen Leichtathletikdisziplinen errang Nutt den Landesmeistertitel und war 1951–66 Sekretär des Fürstlich Liechtensteinischen Sportverbands. Nachdem er schon 1955 einen Band mit schriftdeutschen Gedichten veröffentlicht hatte, war er ab 1982 als Mundartdichter enorm produktiv: fast jährlich veröffentlichte er einen Band mit teils patriotischen Mundartgedichten über Heimat und Brauchtum sowie Erzählungen und Anekdoten im eigenen Madrisa-Verlag, Vaduz. 1985 Ehrung durch die Gemeinde Vaduz mit dem Josef Gabriel Rheinberger-Preis für das literarische Werk.

Werkauswahl

Auf einsamen Wegen, 21962; Am Brunna, 1982; Us vergangana Zita, 1983; Sunnige Johr, 1984; Heitere Gschechta, 1985; Wenn’s Obed wörd, 1986; Unterwegs, 1987; Am Feeschter, 1988; Land und Lüt, 1990.

Literatur

A. Ospelt: Edwin Nutt (1922–1991), in: Eintracht 10 (1995), 5; A.P. Goop: Edwin Nutt (1922–1991), in: Eintracht 30 (2002), 7.

Nachrufe

LVbl., 13.2.1991.

Zitierweise

Josef Hürlimann, «Nutt, Edwin», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Nutt,_Edwin, abgerufen am 20.2.2019.