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Oehry, Walter

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Autor: Redaktion | Stand: 31.12.2011

Landtagsabgeordneter und Regierungsrat. *18.2.1926 Mauren, †4.9.2014 Mauren, von Mauren, wohnhaft in Bendern (Gemeinde Gamprin). Sohn des Gipsermeisters und Landwirts Valentin und der Erna, geb. Schierscher, zwei Geschwister.  1) 13.8.1956 Benedikta Harlacher (*13.9.1933), drei Kinder, 2) 29.11.1974 Waltraud Rauch (*13.10.1946), eine Tochter. 1938–46 Gymnasium in Vaduz, 1948–53 Studium der Rechtswissenschaften in Innsbruck (Dr. iur.). 1955–58 im Rechtsanwaltsbüro von Ivo Beck, Vaduz, tätig, 1959–66 selbständiger Rechtsanwalt in Vaduz und 1961–91 Leiter des Rechtsdienstes der Hilti AG, Schaan.

Oehry wirkte 1957–61 als Parteisekretär der VU, 1958–61 als Chefredaktor des «Liechtensteiner Vaterlands», 1958–64 als Vizepräsident des Verwaltungsrats der LKW und 1970–71 als Richter an der VBI. 1958–62 und von Februar bis Oktober 1993 war er stv. Landtagsabgeordneter (VU), von 1989 bis Februar 1993 Landtagsabgeordneter; er gehörte zeitweilig der Aussenpolitischen Kommission an und war Leiter der Delegationen bei der Parlamentarischen Versammlung des Europarats und der Parlamentarischen Versammlung der KSZE. 1978 zum Landtagsabgeordneten gewählt, verzichtete Oehry noch vor der Vereidigung auf das Mandat, da er von der VU als Regierungsrat nominiert worden war. Als Regierungsrat (1971–86) betreute er die Ressorts Kultur und Jugend (1971–78), Sport (1974–78) sowie Land- und Forstwirtschaft (1978–86).

Oehry entwarf neun liechtensteinische Briefmarken, war Mitglied des 1956 gegründeten Komitees zur Schaffung einer Landesbibliothek, 1963–91 Vizepräsident der Liechtensteiner Jägerschaft (1991 Ehrenmitglied), 1987–89 Präsident der Bankenkommission und 1996–98 der Gesellschaft Schweiz – Liechtenstein. Er wurde 1978 Ehrenmitglied des Liechtensteinischen Tierschutzvereins, 1986 der VU, 1989 des Liechtensteinischen Kammerorchesters und 1991 des Conseil International de la Chasse et de la Conservation du Gibier und war 1986 Kulturpreisträger des Deutschen Jagdschutzverbands. Weitere Ehrungen: 1987 Komturkreuz des fürstl. liecht. Verdienstordens, 1999 Fürstlicher Justizrat, 2000 Ehrenband der liechtensteinischen akademischen Verbindung Rheinmark.

Archive

AHLFL.

Literatur

Vogt. Landtag, 21988; LVa., 18.2.2006.

Nachrufe

LVa., 6.9.2014.

Zitierweise

Redaktion, «Oehry, Walter», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Oehry,_Walter, abgerufen am 16.2.2019.