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Ospelt, Anton

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Autor: Redaktion | Stand: 31.12.2011

Baumeister. *24.5.1809 Vaduz, †1.2.1878 Vaduz, von Vaduz. Sohn des Landwirts Johann Georg und der Johanna, geb. Laternser, sechs Geschwister.  16.1.1843 Salomea Wachter (*22.8.1813, †20.3.1870), fünf Kinder, unter anderem den Landtagsabgeordneten und Bürgermeister Meinrad. Ospelt war ab 1826 als Saisonnier tätig, ab 1835 in La Chaux-de-Fonds (NE), wo er ab Ende der 1830er Jahre ein eigenes Baugeschäft aufbaute. Der tüchtige und sparsame Ospelt wurde ein wohlhabender Mann. Seine Familie gehörte aufgrund seines wirtschaftlichen Erfolgs zu den angesehensten in Liechtenstein. Später übergab Ospelt, der in Vaduz zudem einen Landwirtschaftsbetrieb führte, das Baugeschäft seinem Sohn Luzius, der es weiter vergrösserte. Luzius hatte Architektur studiert und liess sich in La Chaux-de-Fonds nieder. Zeitweise beschäftigte er jährlich über 100 Liechtensteiner Saisonniers. 1845 verfasste Ospelt für seine Kinder die Familienchronik «Kleine Chronik von unserer Haushaltung». 1850–57 war er Richter (Gemeindevorsteher) von Vaduz. 1872 kaufte Ospelt zusammen mit vier anderen Vaduzern die Alp Gaflei, die ab 1875 für Kurzwecke genutzt wurde.

Literatur

O. Seger: Vaduz, 1956, 45, 82–85; Vogt: Brücken, 1990, 150f.

Zitierweise

Redaktion, «Ospelt, Anton», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Ospelt,_Anton, abgerufen am 19.4.2019.