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Ospelt (-Amann), Ida

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Autor: Jens Dittmar | Stand: 31.12.2011

Mundartdichterin. *15.2.1899 Vaduz, †12.3.1996 Vaduz, von Vaduz. Tochter des Landwirts und Landtagsabgeordneten Franz Amann und der Wirtin Elisabeth, geb. Burtscher, sechs Geschwister.  14.6.1928 Hermann Ospelt (*7.3.1900, †24.3.1979), Landesgeometer, sechs Kinder, unter anderem Landtagsabgeordneter und Bürgermeister Hilmar und Landtagsabgeordneter Werner. Volks- und Realschule in Vaduz, 1913–17 Saisonstellen in St. Moritz, Arosa und Istrien, dann bis 1928 im elterlichen Gasthaus «Adler» in Vaduz tätig. 1928–31 Wirtin der Pfälzerhütte, 1930–46 im «Grüneck» in Vaduz; Hausfrau. 1960–70 Präsidentin des Frauenvereins Vaduz. Als Heimatdichterin und Sammlerin von Sprüchen, Anekdoten, Liedern, Spielen usw. engagierte sich Ospelt für die Pflege und den Erhalt der Vaduzer Mundart. Seit den 1950er Jahren entstanden Schnitzelbänke, Gedichte und Erzählungen. Radio- und Fernsehauftritte sowie Gedicht-Vertonungen zeugen von Ospelts Popularität. Ihr Gedicht «S Benkli voräm Huus» wurde zur Metapher für die dörflich-bäuerliche Idylle, deren Verlust Ospelt angesichts des radikalen Wertewandels beklagte. Ehrungen: 1980 Goldenes Verdienstkreuz und Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Vaduz, 1985 Ritterkreuz des fürstl. liecht. Verdienstordens, 1989 Ehrenpräsidentin des Frauenvereins Vaduz und Ehrenmitglied der Liechtensteiner Mundartstiftung.

Werkauswahl

S Loob-Bett, [1966]; S’ischt Suusersunntig, 1975; Di aalta Räder, 1984; Vadoz mis Häämatdorf (Musikkassette), 1991.

Literatur

Ida Ospelt-Amann 80, 1979; A. Ospelt: Vorwort, in: Di aalta Räder, 1984, 5–7; LVbl., 24.9.1988.

Nachrufe

LVbl., 30.3.1996.

Zitierweise

Jens Dittmar, «Ospelt (-Amann), Ida», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Ospelt_(-Amann),_Ida, abgerufen am 21.4.2019.