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Pfarrkirche St. Fridolin

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Autorin: Judith Niederklopfer-Würtinger | Stand: 31.12.2011

Katholische Pfarrkirche, Gemeinde und Pfarrei Ruggell, 433 m ü.M. Im Nordwesten der heutigen Kirche wurde 1614 eine Kapelle errichtet und 1617 dem hl. Fridolin geweiht. 1668 Erweiterung, 1674 erneute Weihe, 1851 Verlängerung des Schiffs. Die einschiffige Kapelle mit eingezogenem Chor war ein schlichter Zweckbau. Sie wurde 1900/01 abgebrochen. Ehemalige Ausstattung: Vier Holzskulpturen von Heiligen, um 1500 (heute: Schweizerisches Landesmuseum, Zürich). Ruggell wurde 1874 durch Abkurung von Bendern Pfarrei.

1897–1903 Bau der bestehenden Pfarrkirche nach Plänen von Gustav Ritter von Neumann (Wien), 1911 Weihe. 60 % der Baukosten wurden von Fürst Johann II. übernommen. Neugotische einschiffige Gewölbekirche mit oktogonalem, nach Osten gerichtetem Chor, Seitenturm und Sakristei. 1962 Renovation, Entfernung der Dekorationsmalerei von Florus Scheel (Feldkirch, Vorarlberg). 1999 Weihe des Altars und der Glocke der renovierten und durch einen Neubau erweiterten Kirchenanlage nach Plänen der Architekten Bargetze und Partner (Vaduz). Neugestaltung des Altarraums durch Georg Malin. Ausstattung: Hochaltar (1908) von Fidelis Rudhart (Altenstadt, Vorarlberg), Herz-Jesu-Altar (1925) von Anton Rebholz (Altenstadt). Ein gotischer Flügelaltar in der Taufkapelle ist ein Geschenk des Fürsten Johann II. Schreinfiguren (um 1490), Flügel und Predella (beide um 1500) scheinen von drei verschiedenen Altären zu stammen.

Literatur

Poeschel: Kunstdenkmäler, 1950, 268–274; 125 Jahre Pfarrei Ruggell, 2002; Herrmann: Kunstdenkmäler 1, 2013.

Zitierweise

Judith Niederklopfer-Würtinger, «Pfarrkirche St. Fridolin», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Pfarrkirche_St._Fridolin, abgerufen am 19.2.2019.

Medien

Pfarrkirche St. Fridolin, Ruggell (GAR). Foto: Heinz Preute.