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Philipp von Schwaben

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Autor: Heinz Dopsch | Stand: 31.12.2011

Römisch-deutscher König. *Februar/März 1177 Oberitalien, †21.6.1208 Bamberg. Jüngster Sohn Kaiser Friedrichs I. Barbarossa und Beatrix’ von Burgund. 1195 Herzog von Tuszien (Toskana), 1196 Herzog von Schwaben. Nach dem Tod seines Bruders, Kaiser Heinrichs VI., wählte die staufische Partei Philipp 1198 zum König, die welfisch gesinnten Fürsten erhoben dagegen Otto IV., den Sohn Heinrichs des Löwen, zum König. Im zehnjährigen Thronstreit wurde Otto IV. v.a. von Papst Innozenz III. unterstützt, während die Mehrheit der Fürsten hinter Philipp stand. Dieser gab Güter in Schwaben, das die «Hausmacht» der Staufer bildete, an seine Anhänger aus. Dem Prämonstratenserstift St. Luzi in Chur erteilte er 1200 und 1207 Privilegien. Zu Philipps Anhängern zählte auch Graf Hugo I. von Montfort. Als Philipps allgemeine Anerkennung bevorstand, wurde er vom Pfalzgraf Otto von Wittelsbach ermordet.

Literatur

P. Csendes: Philipp von Schwaben, 2003.

Zitierweise

Heinz Dopsch, «Philipp von Schwaben», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Philipp_von_Schwaben, abgerufen am 20.2.2019.

Normdaten

GND: 118593854