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Platta

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Autor: Fabian Frommelt | Stand: 31.12.2011

Alpweide und Heuberg, Gemeinde Triesen, am rheintalseitigen Westhang südöstlich oberhalb des Dorfs. Gestuft in Plattasäss (1380 m ü.M.), Platta (1449 m ü.M.) und Oberplatta (1520 m ü.M.). Rund 5,5 ha Weidefläche (inkl. Gorn, 1320 m ü.M.). 1663 genannt als «blathen» von althochdeutsch blatta für einen flachen Hang.

Teil der ehemaligen, 1617/19 erwähnten Triesner Ochsenalp. Im Grundbuch 1809 zusammen mit Wang als Galtalp für 25 Stück Galtvieh im Besitz der Triesner Bürger verzeichnet; seit 2004 Eigentum der Bürgergenossenschaft Triesen. Gemäss Alpstatuten von 1867 und 1945 eine eigene (Galt-)Alp, wurde Platta meist als Vorweide der Hochalpen Wang oder Lawena genutzt. Die Verpachtung ist seit 1883 belegt. Seit 1987 wird Platta gemeinsam mit Wang und Münz bewirtschaftet. Bestossung v.a. mit Rindern, bis ins späte 19. Jahrhundert auch mit (Gemeinde-)Ochsen, Schafen und Ziegen.

1870 bestanden auf Platta sieben Heuberg-Parzellen mit rund 4,5 ha Fläche. Die Heuberge wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weitgehend aufgegeben, die Heuhütten zu Wochenendhäuschen umgenutzt; seit 2002 ist Platta als «Hüttenzone Heuberge» ausgeschieden.

Platta profitierte vom Bau der Strasse bis Münz (1884), ist aber bis heute nur zu Fuss erreichbar. Um 1906 entstand auf Plattsäss eine Hirtenhütte. Der nordöstlich an Platta angrenzende Plattawald wurde 1929–33 abgeholzt, aber wieder aufgeforstet.

Literatur

Büchel: Gemeinde Triesen, 1989, 390–468, 813; FLNB I/1.

Externe Links

Geodatenportal, Amt für Bau und Infrastruktur, Liechtensteinische Landesverwaltung Liechtensteiner Namenbuch online

Zitierweise

Fabian Frommelt, «Platta», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Platta, abgerufen am 20.2.2019.