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Preussisch-Österreichischer Krieg

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Autor: Rupert Quaderer | Stand: 31.12.2011

Krieg zwischen Preussen, Österreich und ihren jeweiligen Verbündeten um die Vorherrschaft in Deutschland 1866. Fürst Johann II. stellte im Juni 1866 das liechtensteinische Kontingent (→ Militär) dem österreichischen Kaiser zur Verteidigung der österreichischen Grenze gegen das mit Preussen verbündete Italien zur Verfügung. Dies führte zu einer Krise in Liechtenstein, da der Landtag sich gegen den Entscheid des Fürsten stellte und forderte, der Ausmarschbefehl bedürfe eines Bundesbeschlusses. Nachdem Johann II. ins Land gekommen war, die Gründe für den Ausmarsch erklärt, einen Teil der Kosten übernommen und einen Kredit zugesagt hatte, marschierte das Kontingent am 26.7.1866 zum Stilfserjoch (Südtirol) ab. Ohne in Kampfhandlungen verwickelt worden zu sein, kehrte es am 4.9.1866 ohne Verluste wieder zurück. Nach dem Sieg Preussens beendete der Prager Friede vom 23.8.1866, in dem Liechtenstein nicht aufgeführt wurde, da es mit Preussen nicht im Krieg gestanden hatte, den Preussisch-Österreichischen Krieg. Er führte zur Auflösung des Deutschen Bunds, was 1868 die Aufhebung des liechtensteinischen Militärs zur Folge hatte, und zum Ausscheiden Österreichs und Liechtensteins aus Deutschland (kleindeutsche Lösung).

Literatur

J. Ospelt: Der 1866er Feldzug des fürstlich-liechtensteinischen Bundeskontingentes, in: JBL 24 (1924), 39–76; Geiger: Geschichte, 1970, 375–399.

Zitierweise

Rupert Quaderer, «Preussisch-Österreichischer Krieg», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Preussisch-Österreichischer_Krieg, abgerufen am 21.4.2019.