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Ramschwag, Balthasar von

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Autor: Karl Heinz Burmeister | Stand: 31.12.2011

Vogt. †1566. Sohn des Johann Donat, eines Sohns des Ulrich und der Praxedis von Mont.  1) Katharina Zwicker von Dachsburg, 2) Ursula von Schlandersberg; aus der zweiten Ehe 19 Kinder, u.a. Georg Balthasar und Kaspar. Von seinem Grossvater erbte Balthasar 1518 die Vogtei und Lehensgüter zu Gutenberg, wo er 1524–56 zahlreiche Urfehden siegelte. 1525 behauptete Balthasar die Burg im Bauernkrieg. 1536 war er an einem Schiedsgericht im Streit zwischen Sevelen und Triesen beteiligt. Seit 1541 war er kaiserlicher Konservator (Schirmherr) des adeligen Damenstifts Lindau. 1544 verlieh ihm der Bischof von Chur den Zehnten am Triesnerberg und vier Scheffel Korn aus dem grossen Zehnten zu Triesen und 1553 verkaufte der Abt des Klosters St. Luzi ihm die klösterlichen Lehensgüter in Triesen. Balthasar wurde 1526 und 1528 von der österreichischen Regierung als Gesandter zu den Drei Bünden geschickt, 1531 von Kaiser Karl V. zu den Fünf Orten nach Zug, 1524–48 war er österreichischer Kommissär im Prättigau, 1561 ordnete er als kaiserlicher Kommissär die Finanzen des Klosters Churwalden. Häufig beteiligte sich Balthasar als Vormund oder Vermittler von Heiratsverträgen befreundeter Adelsgeschlechter wie der von Ems, von Schellenberg und von Raitenau.

Literatur

J.B. Büchel: Gutenberg bei Balzers, in: JBL 14 (1914), 18–98, bes. 54f.; L. Welti: Graf Jakob Hannibal I. von Hohenems, 1954, 12f., 17–19; Liesching/Vogt: Siegel, 1985, 99; O. Vasella: Geistliche und Bauern, Hg. U. Brunold, W. Vogler, 1996.

Zitierweise

Karl Heinz Burmeister, «Ramschwag, Balthasar von», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Ramschwag,_Balthasar_von, abgerufen am 19.2.2019.