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Reformation

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Autor: Patrick Sele | Stand: 31.12.2011

Die Reformation ist eine im 16. Jahrhundert entstandene Erneuerungsbewegung im Christentum, die im Gegensatz zur katholischen Kirche die Bibel als alleinige Lehrgrundlage betrachtet. Ab den 1520er Jahren breitete sich die Reformation in einigen an Liechtenstein grenzenden Gebieten aus. Zu den Predigten des Ulrich Bolt in Fläsch (GR) sollen auch Leute aus der Grafschaft Vaduz gekommen sein. Graf Rudolf V. von Sulz (†1535) hielt die Reformation jedoch von der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg fern und verbot seinen Untertanen die Heirat mit Anhängern der neuen Lehre. Infolge der Einführung der Reformation in Chur floh die Klostergemeinschaft Sankt Luzi 1538 nach Bendern, wo sie bis 1636 blieb. Die Einführung der Reformation im Dorf Haag (SG) hatte 1637 dessen Ausscheiden aus der Pfarrei Bendern zur Folge. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam es in Liechtenstein vermehrt zur Niederlassung von Mitgliedern der auf die Reformation zurückgehenden evangelischen Kirchen.

Literatur

Büchel: Bendern, 1923, 33–51; Kaiser/Brunhart: Geschichte 1, 1989, 353–360.

Zitierweise

Patrick Sele, «Reformation», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Reformation, abgerufen am 20.2.2019.