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Renaissance

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Autorin: Roswitha Feger-Risch | Stand: 31.12.2011

Als Renaissance wird die Stilepoche zwischen Spätgotik und Barock bezeichnet. Sie erstreckt sich vom 15. bis ins 16. Jahrhundert. Die Ursprünge liegen in Italien. Der italienische Architekt und Kunsttheoretiker Giorgio Vasari (1511–1574) spricht um 1550 von «rinascita», Wiedergeburt, und denkt dabei an die Formensprache der Antike. Kulturgeschichtlich begleitet dieser Stil Europa auf dem Weg vom Mittelalter in die Neuzeit unter Berücksichtigung der Kenntnisse der Antike und der technischen und wissenschaftlichen Errungenschaften der Zeit.

Im Gebiet Liechtensteins entstanden im Verlauf des 16. Jahrhunderts keine neuen, heute noch bekannten kirchlichen Bauten. Andererseits wurde das Schloss Vaduz mit der Nord- und der Südrondelle erweitert und künstlerisch ausgestaltet. Grosse Teile des Roten Hauses in Vaduz gehen vermutlich auf die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Rheinberger-Haus, heute Liechtensteinische Musikschule, errichtet. Vom Pfarrhaus («Statthalterei») auf dem Kirchhügel Bendern stammt der Kernbau aus den Jahren um 1532. Aus der Zeit der Renaissance haben sich in Liechtenstein wenige Kunstwerke erhalten. Zu erwähnen sind der geschnitzte Flügelalter St. Eligius (1523) in der Kapelle von Schloss Vaduz und die Wandmalereien in der Kapelle St. Maria in Triesen.

Literatur

Poeschel: Kunstdenkmäler, 1950; Castellani: Schloss Vaduz, 1993; L. Dosch: Zur Bilderwelt der spätgotischen Flügelaltäre im Fürstentum Liechtenstein, in: Spätgotische Flügelaltäre in Graubünden und im Fürstentum Liechtenstein, Hg. A. von Beckerath et al., 1998, 173–184, 272–278; Herrmann: Kunstdenkmäler 2, 2007.

Zitierweise

Roswitha Feger-Risch, «Renaissance», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Renaissance, abgerufen am 16.2.2019.