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Rheinkraftwerke

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Autor: Oliver Stahl | Stand: 31.12.2011

Bei den Rheinkraftwerken handelt es sich um ein nicht realisiertes Wasserkraftwerkprojekt. 1981 reichte die Motor-Columbus AG (Baden, AG) ein Konzessionsgesuch für den Bau von fünf Laufkraftwerken im Rhein zwischen Balzers/Trübbach und Ruggell/Salez mit einer jährlichen Stromproduktion von 440 Mio. KWh ein. 1984 gründeten die Motor-Columbus AG, die Liechtensteinischen Kraftwerke und die Nordostschweizerischen Kraftwerke (NOK) das «Studienkonsortium Rheinkraftwerke Schweiz–Liechtenstein», welches fortan als Konzessionswerber auftrat. 1985 wurden 310 Einsprachen aus dem Kanton St. Gallen und 26 aus Liechtenstein (davon eine mit 823 Unterzeichnern) gegen das Projekt eingereicht. 1994 verweigerte die liechtensteinische Regierung den Rheinkraftwerken aufgrund der in der Umweltverträglichkeitsprüfung festgestellten Gefahr für Grundwasser, Flora, Fauna und Landschaft sowie wegen der fehlenden Rentabilität die Konzession.

Bereits in den 1960er Jahren hatte ein erstes Projekt der Hydraulik AG (Zürich) vorgesehen, den Rhein von Landquart (GR) bis Sennwald (SG) für die Elektrizitätserzeugung zu nutzen.

Literatur

B. Beck: Die Elektrizitätswirtschaft im Fürstentum Liechtenstein, 1965, 87–89; 75 Jahre Liechtensteinische Kraftwerke 1923–1998, Hg. Liechtensteinische Kraftwerke, 1998, 174–176.

Zitierweise

Oliver Stahl, «Rheinkraftwerke», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Rheinkraftwerke, abgerufen am 19.4.2019.