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Risch, Martin

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Autor: Donat Büchel | Stand: 31.12.2011

Landtagspräsident. *17.9.1899 Triesen, †5.1.1970 Spital Chur, von Triesen, wohnhaft in Vaduz. Sohn des Anton und der Katharina, geb. Hoop, acht Geschwister.  17.6.1934 Josefina Maria Goop (*17.5.1911, †7.7.1981), acht Kinder. Nach dem frühen Tod der Mutter von Pflegeeltern in Triesen aufgezogen. 1915–22 Gymnasium in Immensee (SZ), 1922–29 Medizinstudium in Innsbruck und Wien (Dr. med.). Weitere Ausbildung in den Bereichen Lungenheilkunde und Geburtshilfe (Sanatorium Hochzirl bei Innsbruck), Gynäkologie (Erfurt) und Chirurgie (Dresden). 1931 Eröffnung einer Arztpraxis in Eschen, 1934 Umzug nach Vaduz und Ernennung zum Landesphysikus. Risch veranlasste die Einrichtung von Entbindungsstationen in den Bürgerheimen von Eschen und Triesen. Er war mehr als 30 Jahre lang Mitglied der liechtensteinischen Sanitätskommission, 1945–69 Vertrauensarzt des Liechtensteinischen Roten Kreuzes sowie Gründungs- und Ehrenpräsident des liechtensteinischen Ärztevereins.

Anfangs bei der FBP, wurde Risch im Oktober 1933 Gründungsmitglied des Liechtensteiner Heimatdienstes als Vertreter des Ärztestands und Vorsitzender des Zentralausschusses. Ende 1933 verliess er den Heimatdienst wieder und kehrte in die FBP zurück. Risch war von Februar 1953 bis 1966 Landtagsabgeordneter (FBP) und 1960–66 Landtagspräsident, zeitweilig Fraktionssprecher, Vorsitzender der Finanzkommission und des Landesausschusses. Mitgründer der akademischen Verbindung Rheinmark, Gründungsmitglied und Vizepräsident des Rotary-Clubs Liechtenstein, 1935–65 Vorstandsmitglied des Historischen Vereins (1969 Ehrenmitglied). 1956–70 Mitglied des Aufsichtsrats der VP Bank. 1939 Ritterkreuz des fürstl. liecht. Verdienstordens, 1956 Fürstlicher Sanitätsrat, 1966 Komturkreuz mit Stern des fürstl. liecht. Verdienstordens. Risch war ein beliebter Arzt und eine führende Persönlichkeit in der FBP.

Werkauswahl

Todesursachenstatistik der Gemeinde Triesen von 1831 bis 1930, in: JBL 36 (1936), 50–61.

Literatur

Originaltexte von Dr. med. Martin R., Red. G. R., 1979; Vogt: Landtag, 21988; Geiger: Krisenzeit 1, 22000, 368, 381.

Nachrufe

LVbl., 6., 7., 8.1.1970; LVa., 10., 20.1.1970.

Zitierweise

Donat Büchel, «Risch, Martin», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Risch,_Martin, abgerufen am 19.2.2019.

Medien

Martin Risch. Fotografie, um 1928. © Kanonikus Frommelt-Stiftung, Schaan.