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Samariter

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Autor: Alfred Vogt | Stand: 31.12.2011

Wegen der mangelhaften medizinischen Versorgung der (Land-)Bevölkerung entstand ab Ende des 19. Jahrhunderts in der Schweiz das Samariterwesen mit dem Ziel, Laien für die medizinische Grund- und Notfallversorgung auszubilden und zu organisieren. 1951–73 wurden auch in Liechtenstein sieben Samaritervereine gegründet, die bis 1984 dem Liechtensteinischen Roten Kreuz angegliedert waren. 1997 schlossen sie sich im Verband Liechtensteiner Samaritervereine (VLS) zusammen (2004 222 Aktivmitglieder). Seit dem Beginn sind die liechtensteinischen Samariter in den Regionalverband St. Gallen und über diesen in den Schweizerischen Samariterbund eingebunden. Finanzierung durch Landes- und Gemeindebeiträge sowie Spenden.

Ausbildungs- und Ausrüstungsziele sind die lebensrettenden Sofortmassnahmen (LRSM), die Erste Hilfe bei Alltagsverletzungen, die Verletztenbetreuung bei Grossereignissen und die Krankenpflege zu Hause. Durch die zunehmende Ärztedichte und die Professionalisierung des Rettungsdienstes, den Aufbau der Spitex (→ Gesundheitswesen) und veränderte gesetzliche Vorgaben (Erwerb des Lehrfahrausweises) verschob sich die Haupttätigkeit auf die LRSM-Ausbildung der Bevölkerung (Nothilfekurse), den Sanitätsdienst bei Anlässen und die Zusammenarbeit mit anderen Rettungsorganisationen (Feuerwehr, Rettungsdienst etc.); Ausbildung und Materialeinsatz erfuhren eine Professionalisierung. Seit 1953 organisieren die Samaritervereine Blutspendeaktionen.

Quellen

Rech Reg 1972–.

Literatur

50 Jahre Liechtensteinisches Rotes Kreuz, 1995, 22–24; 50 Jahre Samariterverein Vaduz, 2001; Samariterverein Schaan 1952–2002, 2002; 30 Jahre Samariterverein Triesen, 2002.

Zitierweise

Alfred Vogt, «Samariter», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Samariter, abgerufen am 19.2.2019.