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Sandholzer von Zunderberg, Hans Jakob, Junker, Ritter

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Autor: Manfred Tschaikner | Stand: 31.12.2011

Landvogt. * unbekannt, †3.10.1654 Ansitz Sonderberg bei Götzis (Vorarlberg), von Götzis. Wahrscheinlich Sohn eines gleichnamigen «Ritters der Römischen Kirche» und dessen Ehefrau Anna Schererin; Sandholzer von Zunderbergs Bruder Franz war Churer Domherr, sein Schwager Jakob Hannibal von Berna hohenemsischer Hofmeister. Regina Watzin aus Weingarten. Wie sein Vater in hohenemsischen Diensten, um 1630 gräflicher Stallmeister. Wohl aufgrund seiner mangelnden Ausbildung lehnte es 1629 die Innsbrucker Regierung ab, Sandholzer zum Bludenzer Vogteiverwalter zu bestellen. 1647–50 als Vaduzer Landvogt belegt. Als solcher war er neben dem Landesherrn Graf Franz Wilhelm I. von Hohenems hauptverantwortlich für die umfangreiche Hexenverfolgung in der Grafschaft Vaduz mit mehr als 100 Todesopfern. 1651 weigerte sich die Innsbrucker Regierung, ihn zum Feldkircher Vogteiverwalter zu bestellen.

Literatur

Ulmer: Burgen, 1925, 713–718; L. Welti: Graf Kaspar von Hohenems, 1963, 277; Liesching/Vogt: Siegel, 1985, 96–98; M. Tschaikner: Die Hexenverfolgung in Hohenems, 2004, 284–286; M. Tschaikner: Die ersten bekannten Hexen, Landvogt Sandholzer und der verschuldete Graf, in: JBL 104 (2005), 69–83.

Zitierweise

Manfred Tschaikner, «Sandholzer von Zunderberg, Hans Jakob, Junker, Ritter», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Sandholzer_von_Zunderberg,_Hans_Jakob,_Junker,_Ritter, abgerufen am 17.2.2019.