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Sankt Johann im Thurtal (Kloster)

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Autor: Redaktion | Stand: 31.12.2011

Ehemaliges Benediktinerkloster im oberen Toggenburg, Gemeinde Alt St. Johann (SG), 1626 nach Neu St. Johann (Gemeinde Nesslau-Krummenau, SG) verlegt. Gegründet vor 1150, 1152 freie Abt- und Vogtwahl, 1555 als Priorat dem Kloster St. Gallen inkorporiert, 1805 aufgehoben. 1525 erwarb das Kloster von Josef Litscher das Rote Haus in Vaduz samt Torkel und Weinberg, kurz nach 1526 einen Teil des Zehnten in Vaduz, Schaan und Planken. Zwischen 1620 und 1660 arrondierte es seinen Vaduzer Besitz durch Zukäufe und erwarb vor 1667 Güter in Mauren. 1667 schloss das Kloster mit den Gemeinden Schaan und Vaduz einen Steuerbefreiungsvertrag. Es besass in Vaduz Weinberge von 3,4 ha und in Mauren von 1,8 ha. Nach der Säkularisation 1805 erwarb 1807 der Vaduzer «Adler»-Wirt Johann Rheinberger die Güter und Rechte des Klosters in Liechtenstein. An den Klosterbesitz erinnern heute noch die Vaduzer Flurnamen «Abtswingert» und «St. Johanner».

Literatur

J.B. Büchel: Urkunden aus dem Urbar des Klosters St. Johann im Thurtal, in: JBL 18 (1918), 27–63; Das Kloster St. Johann im Thurtal, Hg. W. Vogler, Ausstellungskatalog St. Gallen, 1985; HS III/1/2, 1986, 1397–1435; R. Rheinberger: Das Rote Haus und der Weinbau in Vaduz, in: Vaduzer Wein, 1997, 119–132.

Zitierweise

Redaktion, «Sankt Johann im Thurtal (Kloster)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Sankt_Johann_im_Thurtal_(Kloster), abgerufen am 16.2.2019.