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Schädler, Alois

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Autor: Redaktion | Stand: 31.12.2011

Gemeindevorsteher und Regierungsrat. *5.11.1878 Triesenberg, †10.2.1964 Triesenberg, von Triesenberg. Sohn des Maurermeisters Johann und der Seraphine, geb. Eberle, zwei Schwestern.  9.2.1903 Antonia Hilbe (*21.9.1880, †28.10.1948), acht Kinder. Saisonnier (Gipser) in der Schweiz und in Deutschland, später selbständiger Bauunternehmer in Triesenberg. Schädler war u.a. Baumeister der Friedenskappelle, Malbun (1950–51). Er betrieb zudem in Triesenberg Stickautomaten und ab 1914 eine elektrische Säge und versorgte einige Häuser sowie die Pfarrkirche und das Pfarrhaus mit Strom.

Schädler war einer der ersten politischen Weggefährten des Volksparteigründers Wilhelm Beck. 1915–18 im Triesenberger Gemeinderat, 1918–24 und 1933–36 Vizevorsteher, 1924–33 Mitglied des Ortsschulrats, 1924–30 Gemeindevorsteher. 1922–30 Richter am Obergericht, ab 1931 Präsident der VP. 1936–38 Regierungsrat (VU). Schädler trat in der Märzkrise 1938 als Regierungsrat zurück, um die Anschlussgefahr zu mindern und den Parteienfrieden zu ermöglichen. Er stellte sich, u.a. als Vorsitzender der Heimattreuen Vereinigung Liechtenstein (1939–40), aktiv gegen die Umtriebe der liechtensteinischen Nationalsozialisten. 1948–59 Ersatzrichter am Staatsgerichtshof. 1904–08 Präsident und 1910–37 Dirigent der Harmoniemusik Triesenberg. 1938 Fürstlicher Rat.

Literatur

Bucher: Familienchronik Triesenberg, Bd. 9, 1986, 41, 68f., Bd. 1, 1988, 109; Geiger: Krisenzeit, 22000.

Nachrufe

LVa., 11., 13.2. 1964; LVbl., 13.2.1964.

Zitierweise

Redaktion, «Schädler, Alois», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Schädler,_Alois, abgerufen am 18.4.2019.