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Schekolin AG

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Autor: Christoph Maria Merki | Stand: 31.12.2011

Unternehmen der chemischen Industrie mit Sitz in Bendern (Gemeinde Gamprin). Die Schekolin AG wurde 1932 in Schaan als Zweigfabrik der Firma Schönwalter und Co., Leipzig (D) gegründet. Sie stellte Lackfarben auf Ölbasis her, die an Bauten verwendet wurden. Mit der Zeit spezialisierte sich die Schekolin AG auf die Entwicklung und Produktion von Speziallacken für die Industrie (u.a. für Tuben, Dosen, Kunststoffhüllen). Massgeblich am Aufbau der 1937 nach Vaduz (Mühleholz) übersiedelten Schekolin AG beteiligt war Rudolf Bermann (1935–81 geschäftsführender Direktor). 1940 erwarb die E. Looser & Co., Vilters (SG) (später ELCO Looser Holding AG) die Firma, die 1941 teilweise und 1973 vollständig Bränden zum Opfer fiel. Bis zum Bezug eines neuen Gebäudes in Bendern 1975 wurde die Produktion in die 1952 gegründete Zweigfabrik Schekoplast GmbH in Mäder (Vorarlberg) verlegt. 1995 kaufte die Preussag AG die ELCO Looser Holding AG, aber schon 1996 erwarben die Familien Looser und Looser-Stocker die Schekolin AG und weitere Unternehmen (sogenannte FLH Group) zurück. Diese gehören nun zur 2004 gegründeten Looser Holding AG. Der Personalbestand der Schekolin AG wuchs von vier (1937) auf 25 (1957), 79 (1970) und 113 (2003). 2001 produzierte die Schekolin AG 5000 t Lacke, die in über 40 Länder gingen.

Literatur

Wenaweser/Wanger: Industrien, 2000, 73–75; Geiger: Krisenzeit 1, 22000, 269–271; J. Appel: 75 Jahre Schekolin AG 1932–2007, 2007.

Zitierweise

Christoph Maria Merki, «Schekolin AG», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Schekolin_AG, abgerufen am 21.4.2019.