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Schlabatius (Schlabatz), Peter Christoph

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Autor: Karl Heinz Burmeister | Stand: 31.12.2011

Landvogt. * um 1565 St. Wendel (D), †15.10.1619 Salzburg, katholisch. Sohn des Schultheissen Johann und der Patrizierin Studer von Oberstein. 1590 Barbara Krauss, Kaufmannstochter in Freiburg i.Br., wo Schlabatius das Satzbürgerrecht erwarb; fünf Kinder, u.a. Rudolf (*Vaduz, ab 1632 bischöflicher Offizial in Basel). Protestantisches Gymnasium Hornbach (D), hohe Schule in Pont-à-Mousson (F), Studium 1582–83 in Freiburg i.Br. (Bacc. art.), 1584 Universität Trier (Mag. art.), 1584–87 in Freiburg i.Br. (Dr. iur. utr.). Tätigkeit am Reichskammergericht in Speyer, 1591 Obervogt der Reichstruchsessen von Waldburg. 1592–97 Landvogt zu Vaduz. Schlabatius verteidigte die Vaduzer Interessen gegen Österreich (betreffend Gutenberg) und gegen das Landgericht Rankweil. 1598–1601 Rat und Advokat der Fugger in Augsburg, 1601–14 Kanzler des Fürstbischofs von Freising und Pfleger der freisingischen Herrschaft Bischoflack (Škofja Loka, SLO), ab 1614 Rat des Fürstbischofs Märk Sittich von Hohenems in Salzburg. Vorkämpfer der Gegenreformation. 1610 Pfalzgrafenwürde und Adelskonfirmation.

Literatur

A. Lederle: Peter Christoph Schlabatius, in: Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte 80 (1955), 103–111; K.H. Burmeister: Drei Oberamtleute des Grafen Karl Ludwig von Sulz, in: 200 Jahre Blumenegg bei Österreich, Hg. M. Tschaikner, 2004, 145–184, besonders 150–161.

Zitierweise

Karl Heinz Burmeister, «Schlabatius (Schlabatz), Peter Christoph», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Schlabatius_(Schlabatz),_Peter_Christoph, abgerufen am 19.2.2019.