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Schneider, Adolf

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Autor: Arthur Brunhart | Stand: 31.12.2011

Unternehmer. *23.5.1899 Ellenberg (D), †8.3.1979 Schaan, Deutscher, ab 1965 Bürger von Schaan. Sohn der Katharina. 27.3.1924 Luise Mundweiler (*23.3.1897, †27.8.1990), eine Tochter. Mechanikerlehre, Studium am Technikum Karlsruhe, Dipl. Maschinenbauingenieur. Verschiedene Tätigkeiten in deutschen Unternehmen, bis 1945 leitende Funktion in der Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken AG. Schneider, der Ende 1939 der NSDAP beitrat, sich allerdings nicht politisch betätigte, war nach dem Zweiten Weltkrieg als «Wirtschaftsführer» im amerikanischen Lager Dachau inhaftiert. Im Entnazifizierungsverfahren wurde er als «unbelastet» eingestuft. Schneider übersiedelte nach Liechtenstein, übernahm 1948 die Leitung der Ramco AG, Schaan (→ Ivoclar Vivadent AG) und erwarb die Aktienmehrheit der Firma. Er war massgeblich an ihrem Ausbau zu einem der weltweit grössten Unternehmen im Bereich der Dentalprodukte beteiligt. Mit der 1963 gegründeten Ivoclar-Pensionskasse schuf Schneider eine der ersten firmeneigenen Pensionsversicherungen in Liechtenstein. Ab 1968 Vorstandsmitglied (ab 1976 Vizepräsident) der Liechtensteinische Industriekammer. Fürstlicher Kommerzienrat, Ehrenmitglied des Männerchors Schaan und Ehrenbürger der Stadt Böblingen (D).

Literatur

75 Jahre, years, ans, años Ivoclar, 1998; LVa., 22.1.2008.

Nachrufe

LVbl., 9., 10.3., 15.3.1979; LVa., 23.3.1979.

Zitierweise

Arthur Brunhart, «Schneider, Adolf», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Schneider,_Adolf, abgerufen am 17.2.2019.