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Schwabbrünnen-Äscher

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Autorin: Nidija Felice | Stand: 31.12.2011

Naturschutzgebiet. Gemeinde Schaan, Eschen und Planken, 56 ha, mittlere Höhe 445 m ü.M. Der Name verbindet mundartlich Brünna (Quellen) mit mundartlich Schwob (Stechmücke) oder alemannisch Schweig (Viehherde); Äscher: Ort mit Eschen. Die Riedlandschaft Schwabbrünnen-Äscher wurde 1961 als erstes liechtensteinisches Naturschutzgebiet ausgewiesen, 1975 Erweiterung durch die Nendler Rüfe. Grundeigentümer: Gemeinde Schaan und Planken, Land Liechtenstein, Private. Untergrund aus anmoorigen Alluvialböden und Kalksinterzonen. Dem in Liechtenstein zweitgrössten, sehr artenreichen Flachmoor kommt überregionale Bedeutung zu. 1970–93 stellte die Botanisch-Zoologische Gesellschaft (BZG) 513 Pflanzenarten in 15 verschiedenen Vegetationseinheiten (u.a. Kopfbinsenriede und Pfeifengraswiesen) fest. Einziger liechtensteinischer Standort des Sumpf-Knabenkrauts und des Hellgelben Knabenkrauts. Lebensraum vieler Vogelarten, Fluggebiet des seltenen Moorwiesenvögelchens (Tagfalter), ca. 30 Libellenarten. 1981 geschaffene Weiherflächen (0,4 ha) gewährleisten Laichmöglichkeiten für Amphibien. 1983 Erstellung eines Pflege- und Gestaltungsplans. Schäden und Gefahren: Rüfebauliche Massnahmen, Fichten-Reinkulturen, Einwanderung fremder Pflanzen (z.B. Goldrute), Eutrophierung.

Literatur

J. Biedermann: Die Riedlandschaft Schwabbrünnen-Äscher, in: Bergheimat 1988, 7–32; Inventar Naturvorrangflächen, 1993, Objekt B 5.2; FLNB I/2, 669f.

Externe Links

Geodatenportal, Amt für Bau und Infrastruktur, Liechtensteinische Landesverwaltung Liechtensteiner Namenbuch online

Zitierweise

Nidija Felice, «Schwabbrünnen-Äscher», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Schwabbrünnen-Äscher, abgerufen am 19.2.2019.