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Sele, Josef (1897–1969)

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Autor: Donat Büchel | Stand: 31.12.2011

Landtagsabgeordneter. *20.11.1897 Vaduz, †5.8.1969 Spital Chur, von Triesenberg, wohnhaft in Vaduz. Sohn des Senns Konrad und der Maria, geb. Beck, eine Schwester.  7.4.1932 Berta Kindle (*28.8.1906, †6.1.1970), drei Töchter, u.a. Emma →Brogle-Sele. Ausbildung zum Maurer, als solcher 1915–16 im Südtirol und 1917–47 in der Schweiz und in Liechtenstein tätig. Sele erlebte 1918 in Schaffhausen den Generalstreik. Er trat dem Liechtensteinischen Arbeiterverband (LAV) 1920 bei, war während dessen Spaltung 1931–35 im Oberen Verband aktiv, 1941–47 Präsident und 1946–69 vollamtlicher Sekretär des LAV (Liechtensteinischer ArbeitnehmerInnenverband, LANV). 1939–49 Landtagsabgeordneter (VU), 1939 auf der Einheitsliste für die stille Wahl, 1949 bis Februar 1953 stv. Landtagsabgeordneter, zeitweilig Mitglied der Finanzkommission und des Landesausschusses. Bei den Landtagswahlen im Februar 1953 kandidierte Sele für die vom LAV aufgestellte Liste der «Unselbständig Erwerbenden und Kleinbauern». 1943–67 Mitglied der Lehrlingskommission und 1953–64 des Verwaltungsrats der AHV/IV/FAK. Ehrenmitglied der Harmoniemusik Vaduz, 1956 Ritterkreuz des fürstl. liecht. Verdienstordens. Sele setzte sich im Landtag für den Ausbau des sozialen Netzes ein. Er war ein Vorkämpfer für die Einführung der AHV. Als LAV-Präsident und -Sekretär wirkte er für Arbeiterschutz und Sozialpartnerschaft. Er prägte den Verband und dessen nichtkonfrontativen Charakter massgeblich.

Quellen

LVbl., 17.2.1953; LVa., 18.11.1967.

Literatur

Bucher: Familienchronik Triesenberg 7, 1986, 294, 301–305; Vogt: Landtag, 21988; 75 Jahre Liechtensteiner Arbeitnehmerverband, 1995.

Nachrufe

LVbl., 7.8.1969; LVa., 9., 13.8.1969.

Zitierweise

Donat Büchel, «Sele, Josef (1897–1969)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Sele,_Josef_(1897–1969), abgerufen am 19.2.2019.