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Troppau (Herzogtum, tschech. Opava)

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Autorin: Evelin Oberhammer | Stand: 31.12.2011

Seit 1318 selbständiges, von Mähren abgetrenntes Fürstentum. Zunächst in den Händen einer Nebenlinie der Přemysliden, kam Troppau 1464 an die Poděbrad, 1485 an das Haus Hunyadi, 1501 an Sigismund von Polen, 1512 unter die direkte Verwaltung der böhmischen Krone. Mit der Belehnung Fürst Karls I. von Liechtenstein 1614 wurde die schrittweise Anbindung Troppaus an Schlesien trotz anfänglichen Widerstands der Troppauer Stände definitiv. 1742 zerfiel Troppau in einen österreichischen und einen preussischen Teil. Das Troppauer Wappen findet sich im Wappenschild der Fürsten von Liechtenstein. Auf der rechtlichen Grundlage der Beneš-Dekrete (1945) enteignet. Heute anteilig bei Tschechien und Polen.

Literatur

E. Seidl: Das Troppauer Land zwischen den fünf Südgrenzen Schlesiens, 1992.

Zitierweise

Evelin Oberhammer, «Troppau (Herzogtum, tschech. Opava)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Troppau_(Herzogtum,_tschech._Opava), abgerufen am 19.2.2019.