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Tunnel (Gnalp–Steg)

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Autor: Klaus Biedermann | Stand: 31.12.2011

Im Zug des Strassenbaus von Vaduz via Meierhof und Triesenberg nach Malbun (→ Strassen und Wege) erfolgte 1867 der Bau des ersten, 48 m langen Strassentunnels zwischen Gnalp und Steg. Dieser auf einer Höhe von 1430 m ü.M. den Kulm durchquerende Tunnel blieb bis Mitte des 20. Jahrhunderts die einzige befahrbare Verbindung ins Saminatal. Die steile Strassenführung sowie das Aufkommen von Tourismus und Autoverkehr (→ Motorisierung) riefen nach einer attraktiveren Verbindung. 1934 regte Wilhelm Beck den Neubau des Tunnels Gnalp–Steg an, u.a. zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. 1939 beschlossen, verzögerte sich dessen Realisierung infolge Geldmangels. 1945 genehmigte der Landtag einen Kredit von 1,2 Mio. Fr. zum Bau des neuen, rund 130 m tiefer gelegenen und 740 m langen Tunnels. Nach dem Baubeginn im Februar 1946 erfolgte der Durchschlag am 4.9.1946 und die Einweihung am 4.12.1947. 1989–94 wurde für 6,8 Mio. Fr. der Tunnel saniert und ein paralleler Werkleitungsstollen gebaut. Ein Referendum gegen dieses Projekt war 1988 in einer Volksabstimmung gescheitert (3943 Ja/3211 Nein). Pläne des Referendumskomitees zum Bau eines neuen, längeren Tunnels wurden damit verworfen.

Quellen

Liechtenstein 1938–1978, 153; Rech Reg 1939, 100; Rech Reg 1988, 69, 72.

Literatur

E. Ospelt: Der alte Tunnel, in: Bergheimat 1979, 93–96; Geiger: Krisenzeit, 22000, Bd. 1, 231, Bd. 2, 463.

Zitierweise

Klaus Biedermann, «Tunnel (Gnalp–Steg)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Tunnel_(Gnalp–Steg), abgerufen am 26.6.2019.