Aktionen

Ude, Johannes

Wechseln zu: Navigation, Suche

Autor: Donat Büchel | Stand: 31.12.2011

Priester und Sozialethiker. *28.2.1874 St. Kanzian am Klopeiner See (Kärnten), †7.7.1965 Grundlsee (Steiermark), katholisch, Österreicher. Professor für Theologie in Graz. Ude, Lebensreformer, Pazifist und der antikapitalistischen Freiwirtschaftsidee verbunden, galt dem Liechtensteinischen Freiwirtschaftsbund als geistiger Führer. Er hielt 1931 in Liechtenstein eine Rede und versuchte dies trotz Redeverbots 1932 erneut, doch die Regierung liess ihn am 14.9.1932 nach Österreich abschieben. Gestützt auf das Fremdenpolizeiabkommen mit der Schweiz von 1923 verhinderte die liechtensteinische Regierung, dass er seinen Vortrag am 18.9.1932 im benachbarten Haag (SG) nachholte. Udes Beschwerde gegen seine – erst 1938 aufgehobene – Ausweisung aus Liechtenstein wurde von der VBI abgewiesen. Ein Versuch der Freiwirtschafter, Ude Mitte Februar 1933 in einer Gemeindeversammlung in Triesen zum Ehrenbürger zu machen, scheiterte mit 98 zu 136 Stimmen.

Literatur

M. Liebmann: Johannes Ude, in: Ausseer Beiträge zur Zeit- und Kulturgeschichte 7, 1985, 127–143; Geiger: Krisenzeit 1, 22000, 334–339.

Zitierweise

Donat Büchel, «Ude, Johannes», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Ude,_Johannes, abgerufen am 23.2.2019.

Normdaten

GND: 118763393