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Volksmission

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Autor: Franz Näscher | Stand: 31.12.2011

Unter Volksmission versteht man die religiöse Erneuerung einer Pfarrei oder Region. Das Wort missio kommt erstmals 1544 bei den Jesuiten vor; sie leiteten Volksmissionen und versuchten in der sogenannten Gegenreformation durch Predigten, Glaubensunterweisung und Sakramentenspende das religiöse Leben zu heben. Später waren auch andere religiöse Gemeinschaften, z.B. die Missionare vom Kostbaren Blut, in der Volksmission tätig. In Liechtenstein fand die erste Volksmission im Mai 1780 auf Drängen von Fürstbischof Dionys von Rost statt, für das Oberland in Vaduz bei der Kapelle St. Florin und für das Unterland in Bendern. Vom 19. bis ins 20. Jahrhundert wurden Volksmissionen in den Pfarreien womöglich in Abständen von zehn Jahren gehalten. Die letzte landesweite Volksmission mit dem Leitwort «Aufbruch zum Leben» fand 1985 statt und erhielt durch den Pastoralbesuch von Papst Johannes Paul II. eine besondere Aufwertung. Zehn Jahre später wurden in den Pfarreien Anlässe zur Missionserneuerung durchgeführt, die mit dem Dekanatstag unter dem Leitwort «Miteinander auf dem Weg» vom 2./3.9.1995 ihren Auftakt und mit der Dekanatswallfahrt nach La Salette vom 16.–18.7.1996 ihren Abschluss fanden.

Literatur

Büchel: Triesen, 1902, 82f.; A. Feger: Die Pfarrbücher Liechtensteins II. Triesen, in: JBL 20 (1920), 36–59, bes. 46f.; Biedermann: Dekanat, 2000, 138–141; LThK 10, 32001, 868f.

Zitierweise

Franz Näscher, «Volksmission», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Volksmission, abgerufen am 17.2.2019.