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Walser, Andreas Josef

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Autor: Karl Heinz Burmeister | Stand: 31.12.2011

Landvogt. *1635 Feldkirch, † November 1684 Feldkirch. Sohn des Oberstwachtmeisters Johann Jakob. Ab 1652 Studium der Philosophie in Feldkirch und Dillingen. 1671, 1675 und 1677 Stadtammann von Feldkirch. 1680–83 hohenemsischer Landvogt zu Vaduz. Walser, der kein Jurist war, führte von April bis Dezember 1680 die letzten Hexenprozesse in der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg («Walserische Prozesse»); sie hatten 25 Hinrichtungen zur Folge (→ Hexenverfolgung). Die Prozessführung Walsers war ähnlich problematisch wie jene seines Amtsvorgängers Johann Thomas Romarich Brügler von Herkulesberg, den er als Feldkircher Stadtammann noch kritisiert hatte. Kaiser Leopold I. erklärte 1684 aufgrund eines Rechtsgutachtens der Universität Salzburg sämtliche unter Walser durchgeführten Hexenverfahren für rechtswidrig und ungültig.

Literatur

Tschaikner: Hexen, 1998, 24f., 62, 90.

Zitierweise

Karl Heinz Burmeister, «Walser, Andreas Josef», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Walser,_Andreas_Josef, abgerufen am 22.4.2019.