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Wanger (Wagner, Wangner)

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Autor: Jürgen Schindler | Stand: 31.12.2011

Geschlecht aus Eschen, Gamprin (†), Mauren (†), Schaan und Triesenberg (†). 1990 trugen in Liechtenstein 100 Personen den Namen Wanger. Erstmals erwähnt 1395. Im 16. Jahrhundert ist der Name Wanger in verschiedenen Varianten in der ganzen Herrschaft Schellenberg belegt. Erst im 18. Jahrhundert setzt sich die heutige Schreibweise (Wanger) durch. Im 16. bzw. 17. Jahrhundert stellte die Familie mit Hans und Sebastian zwei Landammänner der Herrschaft Schellenberg.

a) Eschen: Für den ersten Stamm kann ab dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts eine zusammenhängende Genealogie erstellt werden. Zu dieser Familie gehört Regina, geb. Goop. Die Genealogie des zweiten Stamms reicht ins dritte Viertel des 17. Jahrhunderts zurück.

b) Gamprin: Die Genealogie der Wanger aus Gamprin beginnt im dritten Viertel des 18. Jahrhunderts. Die Familie erlosch 1927.

c) Mauren: Ende des 17. Jahrhunderts sind in Mauren drei Wanger-Familien genealogisch fassbar, von denen das letzte Mitglied 1721 starb. 1733 begründete Josef Wanger aus Eschen (Einkauf ins Gemeindebürgerrecht von Mauren) einen kleinen Stamm, der 1856 erlosch.

d) Schaan: Für das Geschlecht können ab dem ersten Viertel des 17. Jahrhunderts zusammenhängende Genealogien erstellt werden (zwei Stämme). In dieser Zeit wurde der erste Stamm begründet, der den Tierarzt, Landrat und Landtagsabgeordneten Christoph und seinen Sohn, den Gemeindevorsteher Julius, hervorbrachte. Aus der Linie nach Christophs Neffen, dem Gemeindevorsteher Jakob, gehen dessen Söhne, der Landtagsabgeordnete Jakob und der Landtagsabgeordnete, Regierungsrat und Unternehmer Johann, sowie Jakobs Enkel, der Historiker Harald, und Johanns Enkel, der Landtagspräsident Klaus, hervor. Die Genealogie des zweiten Stamms reicht ins zweite Viertel des 17. Jahrhunderts zurück.

e) Triesenberg: Josef Anton Wagner (Herkunft nicht bekannt, Einkauf ins Gemeindebürgerrecht von Triesenberg 1811) begründete die Genealogie der Wanger aus Triesenberg, die 1943 erlosch.

Literatur

Tschugmell: Maurer Geschlechter, 1931, 98f.; Tschugmell: Schaaner Geschlechter, 1960, 110f.; Bucher: Familienchronik Triesenberg 1, 1988, 87; Stammtafeln Schaan, 1989; Stammtafeln Gamprin, 1995; Eschner Familienbuch 2, 1997; FLNB II/4, 414–418.

Zitierweise

Jürgen Schindler, «Wanger (Wagner, Wangner)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Wanger_(Wagner,_Wangner), abgerufen am 19.2.2019.