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Weingarten (Kloster)

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Autor: Lukas Winder | Stand: 31.12.2011

Die in der gleichnamigen Stadt in Baden-Württemberg (D) gelegene Benediktinerabtei Weingarten wurde 1056 durch Welf IV. aus dem Geschlecht der Welfen gegründet. 1094 übergab er das Kloster dem Papst, die Vogtei blieb bei den Welfen. Die Frau Welfs IV., Judith, schenkte Weingarten eine bedeutende Heilig-Blut-Reliquie, die dort fortan verehrt wurde. Das Kloster wurde 1274 zur Reichsabtei erhoben.

Um 1100 schenkte der schwäbische Adlige Heinrich dem Kloster einen Weinberg in Triesen. 1610 erwarb Weingarten das Priorat St. Johann in Feldkirch (→ Johanniterkommende) und mit ihm Grundbesitz in Eschen, Mauren und Schaan sowie den Kirchensatz, Zehntrechte und die Pfarrpfründe von Mauren. 1695 verkaufte Weingarten das Priorat St. Johann mitsamt den dazugehörigen Besitzungen in Liechtenstein an die Stadt Feldkirch.

Quellen

LUB I/5, 188–199.

Literatur

Büchel: Mauren, 1915, 79, 82–84, 89, 100–102; LexMA 8, 2132f.; H.U. Rudolf, A. Günthör: Die Benediktinerabtei Weingarten zwischen Gründung und Gegenwart, 2006.

Zitierweise

Lukas Winder, «Weingarten (Kloster)», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Weingarten_(Kloster), abgerufen am 21.2.2019.