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Wien

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Autorin: Evelin Oberhammer | Stand: 31.12.2011

Bundesland und Hauptstadt der Republik Österreich (seit 1918). Entstanden in Nachfolge des römischen Legionslagers Vindobona. 881 als Wenia erwähnt, 1137 erstmals als civitas bezeichnet. 1156–1246 Residenz der Babenberger. Ab Ende 12. Jahrhundert Ausbau der Bürgersiedlung und Errichtung der Stadtmauern. 1221 Stadt- und Stapelrecht, 1365 Gründung der Universität. Im 16. Jahrhundert Konzentration der Verwaltungsfunktionen für die österreichischen Erbländer in Wien. 1529 und 1683 Türkenbelagerungen. Ab dem frühen 17. Jahrhundert Hauptresidenzstadt der habsburgischen Ländergruppe und Verstärkung der Charakteristik als Adels- und Beamtenstadt. 1850 Schleifung der Stadtmauern, Ringstrassenbau. Höchste Einwohnerzahl um 1910 mit 2,1 Mio. (2011: 1,7 Mio.).

Seit dem 14. Jahrhundert ist Hausbesitz der Herren von Liechtenstein in Wien nachweisbar. Um 1700 verlegte das liechtensteinische Fürstenhaus seinen Majoratssitz in die Nähe des Kaiserhofs in Wien, wo es mehrere Palais errichtete und schrittweise die Verwaltung und Repräsentation (Sammlungen, Bibliothek), ab Anfang des 20. Jahrhunderts auch die Archive konzentrierte. 1938 Übersiedlung Fürst Franz Josefs II., später auch der Sammlungen und eines Teils des Hausarchivs von Wien nach Vaduz. 1919–23 befand sich in Wien eine diplomatische Vertretung des Fürstentums Liechtenstein; 1998 wurde erneut eine liechtensteinische Botschaft eröffnet, die Liechtenstein auch bei der OSZE und seit 2000 bei der UNO in Wien vertritt (→ Auslandsvertretungen). Spätestens ab dem 19. Jahrhundert Ausbildungs- und Studienort junger Liechtensteiner.

Literatur

F. Czeike: Historisches Lexikon Wien, 5 Bde., 1992–97.

Zitierweise

Evelin Oberhammer, «Wien», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Wien, abgerufen am 19.2.2019.