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Wieser, Franz Ritter von

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Autorin: Elisabeth Crettaz-Stürzel | Stand: 31.12.2011

Denkmalpfleger. *18.10.1848 Kufstein, †8.4.1923 Innsbruck, Österreicher. Studium in München, Göttingen, Berlin, Leipzig und Innsbruck, Dr. phil., 1874 Habilitation; k.k. Hofrat. Dozent, ab 1879 ausserordentlicher Professor für Geografie an der Universität Innsbruck, entwickelte sich aber zu einem ausgewiesenen Kunsthistoriker und Burgenkenner, der die neuen Denkmalpflegegrundsätze der Jahrhundertwende moderiert umsetzte. 1887–1919 Direktor des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum in Innsbruck. Als Landeskonservator für Tirol und Vorarlberg wirkte er ab 1890 für die «Wiener Zentralkommission für kunst- und historische Denkmale», in der er Hans Graf Wilczek und Alois Riegl begegnete. Wiesers Hauptwerke sind die parallelen Restaurierungsarbeiten an Schloss Tirol (I) (1898–1914) und Schloss Vaduz (1904–14). In Vaduz, wo er wissenschaftlicher Leiter der Wiederherstellung und einziger Akademiker der Schlossbaukommission war, arbeitete er mit Hans von Wilczek (Wien), Otto Piper (München) und Alois Gstrein (Brixen) zusammen. Wieser war an den Wiederaufbauprojekten von Schloss Hohenwerfen bei Salzburg sowie der Südtiroler Burgen Boimont (Ruine, nicht aufgebaut), Hocheppan und Lichtenberg beteiligt.

Werkauswahl

Baugeschichte der Burg Vaduz [1920], Hg. R. Rheinberger, in: JBL 77 (1977), 55–75.

Literatur

Gedenkschrift für Franz Ritter von Wieser, Hg. J. Garber, 1925; E. Castellani: Schloss Vaduz, 1993; E. Castellani Zahir: Franz von Wieser, in: Burgenromantik und Burgenrestaurierung um 1900, 1999, 173f.

Zitierweise

Elisabeth Crettaz-Stürzel, «Wieser, Franz Ritter von», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Wieser,_Franz_Ritter_von, abgerufen am 23.2.2019.

Normdaten

GND: 119336685