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Wilczek, Hans (Johann Nepomuk) Graf

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Autorin: Elisabeth Crettaz-Stürzel | Stand: 31.12.2011

*7.12.1837 Wien, †27.1.1922 Wien, // Burg Kreuzenstein (NÖ). Aus polnisch-schlesischem Adelsgeschlecht, zum österreichischen Hofadel gehörig, Mitglied des Wiener Herrenhauses.  1858 Gräfin Emma Emo di Capodilista, vier Kinder. Urgrossvater von Fürstin Georgine von Liechtenstein, geb. Gräfin Wilczek-Kinsky.

Begeisterter Sportsmann, Kunstsammler, Weltreisender, Kultur- und Wissenschaftsmäzen sowie romantischer Schlosserneuerer im Umfeld der Burgenrenaissance. Wilczek stand von Wien aus einerseits in Kontakt mit dem europäischen Hochadel, im Liechtensteiner Fürstenhaus besonders mit Fürst Johann II. und dessen Bruder Prinz Franz de Paula, andererseits mit der bürgerlichen Kulturelite, darunter Persönlichkeiten wie Alfred Brehm, Gottfried Semper und Richard Wagner. Sein Hauptwerk ist der Wiederaufbau seiner Burg Kreuzenstein bei Korneuburg a.d. Donau (1874–1904). Zudem war er als Ratgeber massgeblich an den Restaurierungen der Feste Liechtenstein (NÖ), von Schloss Konopischt (Böhmen, ČR), Schloss Tirol (I) und Schloss Vaduz beteiligt. Wilczek arbeitete mit Bodo Ebhard, Otto Piper, Franz von Wieser und Egon Rheinberger zusammen. Er war ein Vermittler zwischen Menschen und Kulturen und brachte den Burgenkult um 1900 nach Liechtenstein.

Werkauswahl

Die Erhaltung von Werken der bildenden Kunst, in: Illustrirte Elsässische Rundschau, 1905, H. 3, 79–84; Meine Ansichten über Konservierung und Restaurierung alter Kunstwerke, 1908.

Literatur

Castellani: Schloss Vaduz, 1993; E. Castellani Zahir: Johann Nepomuk (Hans) Graf Wilczek, in: Burgenromantik und Burgenrestaurierung um 1900, 1999, 171–173.

Zitierweise

Elisabeth Crettaz-Stürzel, «Wilczek, Hans (Johann Nepomuk) Graf», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Wilczek,_Hans_(Johann_Nepomuk)_Graf, abgerufen am 19.2.2019.

Normdaten

GND: 117379115