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Willi, Kaspar

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Autor: Franz Xaver Bischof | Stand: 31.12.2011

Bischof. *2.2.1823 (Balthasar) Domat/ Ems (GR), †17.4.1879 Chur. Nach dem Gymnasium Eintritt in die Benediktinerabtei Einsiedeln, wo er 1845 die Profess ablegte, den Ordensnamen Kaspar erhielt und nach dem hauseigenen Theologiestudium 1848 zum Priester geweiht wurde. Anschliessend Lehrer an der Stiftsschule, 1853 Pfarrer von Einsiedeln. Am 21.12.1868 erfolgte seine Ernennung zum Titularbischof von Antipatris (Palästina) und Weihbischof des greisen Bischof Nikolaus Franz Florentini von Chur; Willi übernahm weitgehend die Leitung des Bistums Chur. Auf dem Ersten Vatikanischen Konzil (1869/70) war Willi entschiedener Befürworter einer Dogmatisierung des päpstlichen Primats und der päpstlichen Unfehlbarkeit. 1877 Wahl zum Bischof von Chur; seine kurze Amtszeit blieb ohne prägende Akzente.

Literatur

J.G. Mayer: Geschichte des Bistums Chur 2, 1914, 674–677; HS I/1, 503; Gatz: Bischöfe 1803–1945, 818f.

Zitierweise

Franz Xaver Bischof, «Willi, Kaspar», Stand: 31.12.2011, in: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL), URL: https://historisches-lexikon.li/Willi,_Kaspar, abgerufen am 20.4.2019.